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Fieber bei Hunden
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Definition
Fieber bei Hunden ist ein Zustand, bei dem die Körpertemperatur über den normalen Bereich von etwa 38 bis 39,2 Grad Celsius ansteigt, als Reaktion auf eine Infektion, Entzündung oder andere gesundheitliche Probleme.
Kann bei den folgenden Krankheiten auftreten:
- Fehlgeburt bei Hunden (Abort)
- Eiteransammlung bei Hunden (Abszess)
- Nierenzellkrebs bei Hunden (Adenokarzinom der Niere)
- Bösartiger Tumor der Vorsteherdrüse bei Hunden (Adenokarzinom der Prostata)
- Strahlenpilzerkrankung bei Hunden (Aktinomykose)
- Blutige Magen-Darm-Entzündung bei Hunden (Akute hämorrhagische Gastroenteritis)
- Akutes Leberversagen bei Hunden (Akute Leberinsuffizienz)
- Leukämie bei Hunden (Akute lymphoblastische Leukämie, ALL)
- Schocklunge bei Hunden (Akutes Atemnotsyndrom, ARDS)
- Fuchsbandwurm-Infektion bei Hunden (Alveoläre Echinokokkose)
- Amöbeninfektion bei Hunden (Amöbiasis)
- Anaplasmose bei Hunden (Canine Anaplasmose)
- Hakenwurminfektion bei Hunden (Ankylostomiasis)
- Darmtumor von hormonbildenden Zellen ausgehend bei Hunden (Neuroendokriner Darmtumor, Apudom)
- Pilzinfektion durch Aspergillus-Arten bei Hunden (Aspergillose)
- Entzündung der Lunge durch Einatmen von Fremdmaterial bei Hunden (Aspirationspneumonie)
- Pseudowut, Herpesvirusinfektion bei Hunden (Aujeszky’sche Krankheit)
- Parasitäre Infektion mit Babesia spp. bei Hunden (Babesiose)
- Entzündung der unteren Harnwege bei Hunden (Bakterielle Harnwegsinfektion, UTI)
- Parasitäre Infektion mit Bartonella spp. bei Hunden (Bartonellose)
- Harnblasenlähmung/Überdehnung bei Hunden (Blasenatonie)
- Pilzinfektion der Haut und/oder der Lunge mit Blastomyces dermatitidis bei Hunden (Blastomykose)
- Bakterielle Infektion mit Borrelia bei Hunden (Borreliose)
- Aussackungen der Bronchien bei Hunden (Bronchiektasien)
- Akute/chronische Entzündung der Atemwege bei Hunden (Bronchitis)
- Bakterielle Infektion mit Brucella canis bei Hunden (Brucellose)
- Akne bei Hunden (Canine Akne)
- Coronavirus-Infektion bei Hunden (Canine Coronavirus-Infektion, CCoV)
- Staupe bei Hunden (Canine distemper)
- Grippe bei Hunden (Canine Influenza)
- Ehrlichiose bei Hunden (Canine Monozytäre Ehrlichiose, CME)
- Herpesvirusinfektion bei Hunden (Canines Herpesvirus, CHV)
- Warzenvirusinfektion bei Hunden (Canine Papillomatose, COPV)
- Gallengangskrebs bei Hunden (Cholangiokarzinom)
- Gallensteine bei Hunden (Cholelithiasis)
- Chronische Leberentzündung bei Hunden (Chronische Hepatitis)
- Leukämie bei Hunden (Chronische lymphatische Leukämie, CLL)
- Clostridium perfringens-Infektion bei Hunden (Clostridiose)
- Bakterielle Infektion mit E. coli bei Hunden (Colibacillose)
- Schmerzhafte Knochenzubildungen am Schädel und Unterkiefer bei Hunden (Craniomandibuläre Osteopathie, CMO)
- Erhöhter Serum-Glukokortikoid-Spiegel bei Hunden (Hyperadrenokortizismus, Cushing-Syndrom)
- Haarbalgmilben bei Hunden (Demodikose)
- Haut-, Muskel- und Blutgefäßentzündung bei Hunden (Dermatomyositis)
- Scherpilzflechte bei Hunden (Dermatophytose)
- Zehenkrebs bei Hunden (Digitales Plattenepithelkarzinom)
- Entzündung Bandscheiben und der angrenzenden Wirbelkörper bei Hunden (Diskospondylitis)
- Überschießende Blutgerinnung in Blutgefäßen bei Hunden (Disseminierte intravaskuläre Gerinnung, DIC)
- Schwergeburt bei Hunden (Dystokie)
- Milchfieber bei Hunden (Eklampsie)
- Entzündung der Herzinnenhaut der Herzklappen bei Hunden (Endokarditis)
- Entzündung der Gebärmutterschleimhaut bei Hunden (Endometritis)
- Gebärmutterkrebs bei Hunden (Endometriumkarzinom)
- Entzündung des Gehirns bei Hunden (Enzephalitis)
- Magen-Darm-Entzündung mit Anreicherung spezieller Blutzellen bei Hunden (Eosinophile Gastroenteritis)
- Kaumuskelentzündung mit Anreicherung spezieller Blutzellen bei Hunden (Eosinophile Myositis)
- Lungenentzündung mit Anreicherung spezieller Blutzellen bei Hunden (Eosinophile Pneumonie)
- Vorzeitige Wehen bei Hunden (Frühgeburt, Abort)
- Frühsommer-Entzündung von Hirn und Hirnhäuten bei Hunden (Meningoenzephalitis bei Hunden (FSME)
- Bauchfellentzündung durch Galle bei Hunden (Gallige Peritonitis)
- Einstülpung des Magens in die Speiseröhre bei Hunden (Gastroösophageale Invagination)
- Erkrankung der Lymphknoten bei Hunden (Generalisierte Lymphadenopathie)
- Parasitäre Darminfektion mit Giardien bei Hunden (Giardiasis)
- Leberentzündung mit Knötchenbildung bei Hunden (Granulomatöse Hepatitis)
- Unverträglichkeitsreaktion bei Bluttransfusion bei Hunden (Hämolytische Transfusionsreaktion, HTR)
- Bakteriell Infektion der roten Blutkörperchen bei Hunden (Hämotrophe Mykoplasmose)
- Krankhafte Eiweißablagerungen in der Leber bei Hunden (Hepatische Amyloidose)
- Eitrig-abszedierende Leberentzündung bei Hunden (Hepatitis)
- Ansteckende Leberentzündung bei Hunden (Hepatitis contagiosa canis, CAV-1)
- Parasitäre Infektionskrankheit durch Hepatozoon-Arten bei Hunden (Hepatozoonose)
- Leistenbruch bei Hunden (Hernia inguinalis)
- Knochenwachstumsstörung bei Hunden (Hypertrophe Dystrophie, HOD)
- Knochenzubildungen an den Gliedmaßen bei Hunden (Hypertrophe Osteopathie)
- Gelbsucht bei Hunden (Ikterus)
- Schwaches Immunsystem aufgrund von Erbkrankheiten bei Hunden (Immundefekt)
- Immunvermittelte Entzündungsreaktionen in Gelenken bei Hunden (Immunvermittelte Polyarthritis, IMPA)
- Bakterielle Infektionen durch Staphylokokken bei Hunden (Infektionen durch Staphylococcus-Arten)
- Infektiöse Entzündung der Herzinnenhaut bei Hunden (Endokarditis)
- Entzündung des Gewebes zwischen den Lungenbläschen bei Hunden (Interstitielle Pneumonie)
- Entzündung der arteriellen Blutgefäße bei Junghunden (Beagle Pain Syndrome, Juvenile Polyarteriitis)
- Pilzinfektion der Lunge mit Coccidioides immitis bei Hunden (Kokzidioidomykose)
- Hefepilzinfektion mit Cryptococcus neoformans/gattii bei Hunden (Kryptokokkose)
- Parasitäre Infektionskrankheit mit Cryptosporidien-Arten bei Hunden (Kryptosporidiose)
- Kehlkopflähmung bei Hunden (Larynxparalyse)
- Bakterielle Infektionskrankheit durch Leptospiren bei Hunden (Leptospirose)
- Lymphknotenentzündung bei Hunden (Lymphadenitis)
- Krankhafte Erweiterung von Lymphgefäßen bei Hunden (Lymphangiektasie)
- Milchdrüsenentzündung bei Hunden (Mastitis)
- Hirnhautentzündung bei Hunden (Meningitis)
- Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns und des Rückenmarks bei Hunden (Meningoenzephalomyelitis)
- Bakterielle Infektion mit resistenter Staphylokokken-Art bei Hunden (Methicillinresistente Staphylokokkus aureus-Infektionen, MRSA)
- Parasitäre Erkrankung durch Encephalitozoon cuniculi bei Hunden (Enzephalitozoonose, Mikrosporidiose)
- Bösartiger Tumor der Plasmazellen im Knochenmark bei Hunden (Multiples Myelom)
- Herzmuskelentzündung bei Hunden (Myokarditis)
- Hautentzündung bei neugeborenen Hunden (Neonatale Dermatitis)
- Nierenentzündung bei Hunden (Nephritis)
- Bakteriell Infektion mit Nokardien bei Hunden (Nokardiose)
- Gallengangsverschluss bei Hunden (Gallengangsobstruktion)
- Hodenentzündung bei Hunden (Orchitis)
- Entzündung der Speiseröhre bei Hunden (Ösophagitis)
- Knochenmarkinfektion bei Hunden (Osteomyelitis)
- Mittelohrentzündung bei Hunden (Otitis media)
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse bei Hunden (Pankreatitis)
- Entzündung des Fettgewebes der Unterhaut bei Hunden (Pannikulitis)
- Mumps bei Hunden (Paramyxovirus parotitis)
- Infektion mit dem Parvovirus bei Hunden (Parvovirose)
- Autoimmunerkrankung mit Blasenbildung der Haut bei Hunden (Pemphigus foliaceus)
- Entzündung des Herzbeutels bei Hunden (Perikarditis)
- Bauchfellentzündung bei Hunden (Peritonitis)
- Lungenentzündung durch Pilzinfektion bei Hunden (Pilzpneumonie)
- Rippenfellentzündung bei Hunden (Pleuritis)
- Lungenentzündung bei Hunden (Pneumonie)
- Entzündung des Lungengewebes durch den Pilz Pneumocystes canis bei Hunden (Pneumozystose)
- Immunvermittelte Muskel- und Hautentzündungen bei Hunden (Polymyositis und Dermatomyositis)
- Prostataentzündung bei Hunden (Prostatitis)
- Lymphomähnliche entzündliche Lungenerkrankung bei Hunden (Pulmonale lymphomatoide Granulomatose)
- Nierenbeckenentzündung bei Hunden (Pyelonephritis)
- Gebärmuttervereiterung und zystische Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut bei Hunden (Pyometra und zystische Endometriumhyperplasie)
- Eiteransammlung im Brustkorb bei Hunden (Pyothorax)
- Eiter im Harn bei Hunden (Pyurie)
- Q-Fieber bei Hunden (Coxiellose durch Coxiella burnetii)
- Reovirus-Infektion des Darmes bei Hunden (Reovirus-Infektion)
- Nachgeburtsverhaltung bei Hunden (Retentio secundinarum)
- Abszess hinter dem Augapfel bei Hunden (Retrobulbärabszess)
- Durch Rickettsien verursachte Infektionskrankheit bei Hunden (Rickettsiose, RMSF)
- Salmonelleninfektion des Darmes bei Hunden (Salmonelleninfektion)
- Parasitäre Infektion mit Sarcocystis-Arten bei Hunden (Sarcocystiose)
- Parasitäre Infektion mit Pärchenegeln bei Hunden (Schistosomiasis)
- Bakterielle Blutvergiftung bei Hunden (Septikämie/Bakteriämie)
- Bakterielle Gelenkentzündung bei Hunden (Septische Arthritis)
- Familäres Shar-Pei-Fieber bei Hunden (Shar-Pei Autoinflammatory Disease, SPAiD)
- Entzündung der Speicheldrüsen bei Hunden (Sialadenitis)
- Pilzinfektion durch Sporothrix-Arten bei Hunden (Sporotrichose)
- Entzündung des Fettgewebes bei Hunden (Steatitis)
- Sterile knotige Entzündung der Haut und Lymphknoten bei Welpen (Sterile granulomatöse Dermatitis oder Lymphadenitis)
- Kortisonempfindliche Entzündung der Hirnhäute und Blutgefäße bei Hunden (Steroid-responsive Meningitis-Arteriitis, SRMA)
- Bakterielle Infektion mit Streptokokken bei Hunden (Streptococcus-Infektion)
- Entzündung der Blutgefäße im gesamten Körper bei Hunden (Systemische Vaskulitis)
- Autoimmunerkrankung mit Entzündungen mehrerer Organe bei Hunden (Systemischer Lupus erythematodes, SLE)
- Parasitäre Infektion mit Toxoplasma gondii bei Hunden (Toxoplasmose)
- Entzündung von Luftröhre und Bronchien bei Hunden (Tracheobronchitis)
- Angeborene Störung der neutrophilen weißen Blutkörperchen bei Hunden (Trapped Neutrophil Syndrome, TNS)
- Bakterielle Infektion mit Tuberkuloseerregern bei Hunden (Tuberkulose)
- Hasenpest, bakterielle Infektion mit Francisella tularensis bei Hunden (Tularämie)
- Bakterielle Darminfektion durch Clostridium piliforme bei Hunden (Tyzzer-Krankheit)
- Entzündung der Harnblase bei Hunden (Zystitis)
- Akute nässende Hautentzündung durch Selbsttrauma bei Hunden (Pyotraumatische Dermatitis, Hot Spot)
- Zwerchfellbruch bei Hunden (Hiatushernie)
Grundlagen und mögliche Ursachen
Fieber ist eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers und tritt auf, wenn das Immunsystem auf Eindringlinge wie Bakterien, Viren oder Pilze reagiert. Der Körper erhöht seine Temperatur, um das Wachstum dieser Krankheitserreger zu hemmen, da viele von ihnen bei höheren Temperaturen weniger gut überleben können.
Ein weiteres häufiges Szenario für Fieber ist eine Entzündungsreaktion, bei der das Immunsystem auf Verletzungen oder Reizstoffe antwortet. Diese Reaktion kann durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden, einschließlich Autoimmunerkrankungen, bei denen der Körper fälschlicherweise seine eigenen Zellen angreift, oder durch physische Verletzungen wie Schnitte oder Prellungen.
Zusätzlich können Impfungen bei Hunden vorübergehend Fieber verursachen. Dies liegt daran, dass der Impfstoff das Immunsystem stimuliert, um eine Immunantwort zu erzeugen, die in seltenen Fällen zu einem leichten Anstieg der Körpertemperatur führen kann.
Einige chronische Erkrankungen, wie Krebs oder endokrine Störungen, können ebenfalls Fieber verursachen. In diesen Fällen ist das Fieber oft ein Anzeichen für eine zugrunde liegende, ernstere Erkrankung, die einer umfassenden tierärztlichen Untersuchung bedarf.
Vergiftungen oder der Verzehr von toxischen Substanzen können ebenfalls Fieber auslösen. In solchen Fällen ist das Fieber oft von anderen schweren Symptomen begleitet, die sofortige tierärztliche Hilfe erfordern.
Typische Begleitsymptome
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Müdigkeit und Lethargie: Hunde mit Fieber sind oft ungewöhnlich müde und ziehen sich zurück, weil ihr Körper Energie spart, um den Krankheitsprozess zu bekämpfen.
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Appetitlosigkeit: Ein Hund mit Fieber kann das Interesse an Futter verlieren, da der Körper alle Ressourcen zur Bekämpfung der Infektion benötigt.
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Dehydration: Fieber kann zu erhöhter Flüssigkeitsabgabe und damit zu Dehydration führen. Dies zeigt sich oft in einem trockenen Maul und einer verminderten Hautelastizität.
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Zittern oder Schüttelfrost: Durch den Versuch, die Körpertemperatur zu regulieren, kann es bei Hunden zu Zittern kommen.
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Beschleunigte Atmung und erhöhter Puls: Die Herz- und Atemfrequenz können steigen, um den erhöhten Stoffwechselbedarf des Körpers zu decken.
Wann zum Tierarzt?
Ein Tierarzt sollte aufgesucht werden, wenn das Fieber bei einem Hund länger als 24 Stunden anhält oder die Körpertemperatur 40 Grad Celsius überschreitet. Solche Temperaturen sind potenziell gefährlich und können zu Organschäden führen.
Wenn das Fieber von anderen schweren Symptomen wie Erbrechen, Durchfall, Krampfanfällen oder starkem Husten begleitet wird, ist ebenfalls eine sofortige tierärztliche Untersuchung notwendig. Diese Symptome können auf eine schwerwiegende Grunderkrankung hinweisen, die umgehend behandelt werden muss.
Besonders bei jungen, älteren oder immungeschwächten Hunden sollte bei Fieber schnell gehandelt werden, da diese Tiere anfälliger für Komplikationen sind.
Wenn der Hund kürzlich geimpft wurde und sich Fieber entwickelt, sollte dies ebenfalls mit dem Tierarzt besprochen werden, um sicherzustellen, dass es sich um eine harmlose Impfreaktion handelt und nicht um etwas Ernsteres.
Symptomerkennung für den Tierhalter und tierärztliches diagnostisches Vorgehen
Für Tierhalter ist die Erkennung von Fieber oft schwierig, da Hunde ihre Symptome gut verbergen können. Das Messen der Körpertemperatur mit einem digitalen Thermometer im Rektum des Hundes ist die zuverlässigste Methode zur Feststellung von Fieber.
Ein erfahrener Tierarzt wird neben der Temperaturmessung auch eine gründliche körperliche Untersuchung durchführen, um nach Anzeichen einer Infektion oder Entzündung zu suchen. Dazu gehören das Abtasten des Bauches, das Abhören von Herz und Lunge sowie die Untersuchung der Schleimhäute.
Zusätzlich können Blutuntersuchungen angeordnet werden, um die Anzahl der weißen Blutkörperchen zu überprüfen, die bei einer Infektion oft erhöht sind. Röntgenaufnahmen oder Ultraschalluntersuchungen können ebenfalls erforderlich sein, um versteckte Infektionsquellen oder Tumore aufzudecken.
In einigen Fällen kann eine Urinuntersuchung oder eine Untersuchung von Körperflüssigkeiten notwendig sein, um spezifische Ursachen des Fiebers zu identifizieren, wie etwa eine Harnwegsinfektion oder andere entzündliche Prozesse.
Was kann der Tierhalter tun und professionelle Therapieoptionen
Als Tierhalter gibt es einige Maßnahmen, die sofort ergriffen werden können, um einem Hund mit Fieber zu helfen. Zunächst sollte der Hund in einer kühlen, ruhigen Umgebung gehalten werden, um zusätzlichen Stress zu vermeiden.
Es ist wichtig, dem Hund ausreichend Wasser zur Verfügung zu stellen, um Dehydration zu vermeiden. Frisches, sauberes Wasser sollte immer in Reichweite sein, und der Hund sollte ermutigt werden, regelmäßig zu trinken.
Die Gabe von Medikamenten zur Fiebersenkung sollte nur nach Rücksprache mit einem Tierarzt erfolgen, da viele für Menschen geeignete Medikamente für Hunde toxisch sein können.
Eine sanfte Abkühlung des Hundes kann helfen, die Temperatur zu senken. Dies kann durch Abreiben mit einem feuchten Tuch oder einem kühlen, nassen Waschlappen erfolgen, wobei besonders auf die Pfoten und den Bauch geachtet werden sollte.
Wenn das Fieber anhält oder sich verschlimmert, sollte der Tierhalter nicht zögern, professionelle tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um die Ursache des Fiebers zu ermitteln und angemessen zu behandeln.
Ausblick auf aktuelle Forschung
Fieber bei Hunden ist ein Symptom, das als Reaktion des Körpers auf verschiedene Auslöser auftritt, darunter Infektionen, Entzündungen, Medikamente oder Umweltfaktoren. Aktuelle Forschungen konzentrieren sich darauf, die zugrunde liegenden molekularen Mechanismen zu verstehen, die zu einer Erhöhung der Körpertemperatur führen. Eine wichtige Entdeckung ist, dass Zytokine, also Proteine, die von Immunzellen freigesetzt werden, eine Schlüsselrolle bei der Induzierung von Fieber spielen. Diese Zytokine beeinflussen den Hypothalamus, der als thermoregulatorisches Zentrum im Gehirn fungiert, um die Körpertemperatur zu erhöhen. Dies trägt dazu bei, dass der Körper effizienter gegen Krankheitserreger vorgehen kann.
Ein weiterer Bereich der Forschung befasst sich mit der Identifizierung von Biomarkern, die zur Früherkennung und Überwachung von Fieber bei Hunden verwendet werden können. Durch die Analyse von Blutproben und die Untersuchung spezifischer Proteine oder genetischer Marker hoffen Wissenschaftler, genauere Diagnosetools zu entwickeln, die eine frühzeitige Intervention ermöglichen. Solche Ansätze könnten dazu beitragen, die Behandlungsergebnisse bei fieberhaften Erkrankungen zu verbessern, indem sie es Tierärzten ermöglichen, schneller auf die zugrunde liegende Ursache des Fiebers zu reagieren.
In Bezug auf die Behandlung wird intensiv daran gearbeitet, neue Medikamente zu entwickeln, die Fieber effektiv senken können, ohne die natürlichen Abwehrmechanismen des Körpers zu beeinträchtigen. Traditionell werden nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) eingesetzt, um Fieber zu kontrollieren, aber sie können Nebenwirkungen haben. Forscher erkunden alternative Wirkstoffe, die spezifischer auf die Mechanismen abzielen, die Fieber verursachen, und gleichzeitig eine bessere Verträglichkeit aufweisen.
Ein weiterer spannender Forschungsansatz ist die Untersuchung der genetischen Prädisposition für Fieber bei Hunden. Einige Rassen scheinen anfälliger für fieberhafte Erkrankungen zu sein, und durch genetische Studien hoffen Wissenschaftler, die spezifischen Gene zu identifizieren, die das Risiko beeinflussen. Dies könnte langfristig zu gezielten Züchtungsprogrammen führen, die die Häufigkeit von Fieber bei anfälligen Rassen reduzieren.
Auch Umweltfaktoren werden zunehmend als potenzielle Auslöser für Fieber bei Hunden untersucht. Studien zeigen, dass Stress, Klima und andere externe Einflüsse die Immunantwort und damit die Körpertemperatur beeinflussen können. Die Forschung zielt darauf ab, ein umfassenderes Verständnis darüber zu erlangen, wie diese Faktoren mit anderen Ursachen interagieren, um Fieber auszulösen.
Insgesamt zeigen die aktuellen Forschungsbemühungen, dass Fieber bei Hunden ein komplexes Symptom ist, das durch ein Zusammenspiel verschiedener biologischer, genetischer und umweltbedingter Faktoren entsteht. Fortschritte in der Forschung könnten zu verbesserten Diagnose- und Behandlungsstrategien führen, die letztlich die Gesundheit und das Wohlbefinden von Hunden weltweit verbessern.