Bestehenbleibende rechte Hautschlagader bei Hunden (Persistierender rechter Aortenbogen, PRAA)

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Definition

Der persistierende rechte Aortenbogen ist eine angeborene Fehlbildung des Gefäßsystems bei Hunden, bei der der rechte anstelle des linken Aortenbogens persistiert und die Speiseröhre einschnürt, was zu Schluckbeschwerden und anderen Komplikationen führt.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ein persistierender rechter Aortenbogen ist eine angeborene Missbildung bei Hunden, bei der die Aorta auf der rechten statt der linken Seite entspringt. Diese Fehlbildung kann die Speiseröhre und gelegentlich auch die Luftröhre einschnüren, was zu Schluckstörungen und Regurgitation führt. Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt, aber genetische Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen, da bestimmte Rassen häufiger betroffen sind. Die Diagnose erfolgt durch klinische Untersuchungen, Röntgenaufnahmen und gegebenenfalls CT oder MRT, um die genaue Lage der Gefäße zu bestimmen.

Die Behandlung besteht hauptsächlich in einer chirurgischen Korrektur, bei der die abnorme Gefäßstruktur durchtrennt wird, um die Kompression der Speiseröhre zu beseitigen. Vor und nach der Operation sind spezielle Fütterungstechniken erforderlich, um Komplikationen zu vermeiden. Die Prognose ist gut, wenn die Operation frühzeitig erfolgt; dennoch kann eine Anpassung der Fütterungstechniken erforderlich bleiben, um langfristige Probleme zu verhindern. Prävention ist schwierig, da es sich um eine angeborene Anomalie handelt; dennoch sollten betroffene Linien nicht gezüchtet werden.

Forschungen konzentrieren sich auf das Verständnis der genetischen Ursachen sowie auf die Verbesserung der Diagnose- und Behandlungsmethoden. Innovative Techniken wie 3D-Ultraschall und fortschrittliche chirurgische Verfahren werden entwickelt, um die Erfolgsrate der Behandlungen zu erhöhen und die Lebensqualität der betroffenen Tiere zu verbessern.

Ursachen

Normalerweise entwickelt sich in der Embryonalphase der linke Aortenbogen zur Hauptaorta, während der rechte Aortenbogen zurückgebildet wird. Bei einem persistierenden rechten Aortenbogen bleibt dieser bestehen und kann die Speiseröhre sowie gelegentlich auch die Luftröhre komprimieren.

Diese Fehlbildung gehört zu den vaskulären Ringanomalien, die sich aus einem fehlerhaften embryonalen Entwicklungsprozess der Aortenbögen ergeben. Neben dem persistierenden rechten Aortenbogen gibt es weitere Anomalien, die ähnliche Symptome verursachen können; der persistierende rechte Aortenbogen ist jedoch die häufigste Form.

Die genauen Ursachen dieser Fehlbildung sind nicht vollständig verstanden; es wird jedoch vermutet, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen könnten. Bestimmte Rassen sind häufiger betroffen, was auf eine erbliche Komponente hindeutet.

Wissenschaftlich gesehen könnte eine Mutation in den Genen, die für die Entwicklung des Gefäßsystems verantwortlich sind, zu dieser Fehlbildung führen. Studien an betroffenen Hunden haben gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit dieser Anomalie bei bestimmten Rassen wie dem Deutschen Schäferhund, dem Irish Setter und dem Greyhound höher ist.

Symptome

Die Symptome eines persistierenden rechten Aortenbogens sind oft bereits im Welpenalter zu beobachten. Das auffälligste Symptom ist das Regurgitieren unverdauter Nahrung kurz nach dem Fressen. Dies geschieht, weil die Speiseröhre durch die Anomalie eingeengt ist und die Nahrung nicht richtig in den Magen gelangen kann.

Betroffene Hunde zeigen oft Anzeichen von Unterernährung oder Wachstumsstörungen, da sie nicht in der Lage sind, ausreichend Nahrung aufzunehmen. In einigen Fällen kann es auch zu einer Erweiterung der Speiseröhre vor der Einengung kommen, was als Megaösophagus bezeichnet wird.

Hunde können auch Anzeichen von Atembeschwerden zeigen, wenn die Luftröhre durch die Gefäßanomalie betroffen ist. Dies kann sich durch Husten, Keuchen oder Atemnot bemerkbar machen.

In schweren Fällen kann es zu einer Aspirationspneumonie kommen, wenn Nahrung oder Flüssigkeit in die Lunge gelangen, was zu Husten, Fieber und Atemnot führen kann.

Diagnose

Die Diagnose eines persistierenden rechten Aortenbogens beginnt in der Regel mit einer gründlichen klinischen Untersuchung und einer detaillierten Anamnese des Tieres, insbesondere der Fütterungsgewohnheiten und der Symptome.

Röntgenaufnahmen des Brustkorbs können durchgeführt werden, um die Erweiterung der Speiseröhre sowie die Lage des Aortenbogens zu beurteilen. Eine Kontrastmittelstudie der Speiseröhre kann ebenfalls hilfreich sein, um die genaue Lage der Einengung zu lokalisieren.

In einigen Fällen kann eine Computertomografie (CT) oder Kernspintomografie (MRT) erforderlich sein, um die genaue Anatomie der Gefäße sowie deren Beziehung zur Speiseröhre und zur Luftröhre genauer darzustellen.

Endoskopische Untersuchungen können ebenfalls eingesetzt werden, um den inneren Zustand der Speiseröhre zu beurteilen und einen Megaösophagus zu diagnostizieren.

Therapie

Die chirurgische Korrektur ist die primäre Behandlungsmethode bei einem persistierenden rechten Aortenbogen. Der Eingriff zielt darauf ab, die abnorme Gefäßstruktur, die die Speiseröhre komprimiert, zu durchtrennen und die normale Funktion wiederherzustellen.

Vor der Operation kann eine spezielle Fütterungstechnik erforderlich sein, um das Risiko von Aspiration und weiteren Komplikationen zu minimieren. Hunde sollten in aufrechter Position gefüttert werden, um die Schwerkraft zu nutzen und den Transport der Nahrung in den Magen zu erleichtern.

Postoperativ ist eine intensive Betreuung notwendig, um die Nahrungsaufnahme zu überwachen und mögliche Komplikationen wie Infektionen oder Atemprobleme zu erkennen. Die Ernährung sollte schrittweise angepasst werden, um den Magen-Darm-Trakt nicht zu überlasten.

In Fällen, in denen ein Megaösophagus vorliegt, kann eine langzeitige Ernährungstherapie erforderlich sein, um sicherzustellen, dass der Hund ausreichend Nährstoffe erhält.

Prognose und Nachsorge

Die Prognose nach einer chirurgischen Korrektur eines persistierenden rechten Aortenbogens ist in der Regel gut, insbesondere wenn der Eingriff frühzeitig erfolgt. Viele Hunde erholen sich vollständig und können ein normales Leben führen.

Die langfristige Prognose hängt jedoch von der Schwere des Megaösophagus und weiteren möglichen Komplikationen ab. In einigen Fällen kann es erforderlich sein, die Fütterungstechniken dauerhaft anzupassen, um zukünftige Probleme zu vermeiden.

Hunde mit Aspirationspneumonie benötigen möglicherweise eine längere Behandlung und Überwachung, um sicherzustellen, dass keine bleibenden Lungenschäden entstehen.

Prävention

Da der persistierende rechte Aortenbogen eine angeborene Anomalie ist, gibt es keine spezifischen Präventionsmaßnahmen. Die Zucht aus betroffenen Linien sollte jedoch vermieden werden, um die Verbreitung der genetischen Prädisposition zu minimieren.

Züchter können genetische Tests und eine sorgfältige Auswahl der Zuchttiere in Betracht ziehen, um das Risiko zu verringern, dass Nachkommen diese Fehlbildung entwickeln.

Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen bei Welpen können helfen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln, um die besten Heilungschancen zu gewährleisten.

Ausblick auf aktuelle Forschung

Der persistierende rechte Aortenbogen (PRAA) beim Hund ist eine angeborene Missbildung, bei der sich die Aorta, das Hauptblutgefäß, das Blut vom Herzen in den Körper transportiert, auf der rechten statt der linken Seite entwickelt. Diese abnorme Entwicklung kann zu einer Einschnürung der Speiseröhre führen, was Schluck- und Fressprobleme verursacht. Die Forschung in diesem Bereich konzentriert sich darauf, die genetischen und entwicklungsbiologischen Ursachen dieser Missbildung besser zu verstehen. Studien zeigen, dass diese Erkrankung bei bestimmten Hunderassen häufiger auftritt, was auf eine genetische Prädisposition hindeutet.

Aktuell wird intensiv daran gearbeitet, spezifische genetische Marker zu identifizieren, die für die Entstehung eines persistierenden rechten Aortenbogens verantwortlich sind. Forscher nutzen moderne molekulargenetische Techniken, um die genetischen Unterschiede zwischen betroffenen und nicht betroffenen Hunden zu analysieren. Ziel dieser Forschung ist es, Zuchtprogramme zu entwickeln, die das Risiko dieser Erkrankung minimieren.

Ein weiterer Aspekt der aktuellen Forschung ist die Verbesserung der Diagnostik. Derzeit wird an der Entwicklung nicht-invasiver bildgebender Verfahren gearbeitet, die es ermöglichen, die Missbildung frühzeitig zu erkennen. Die Verwendung fortschrittlicher 3D-Ultraschall- und Magnetresonanztechniken könnte die Diagnosegenauigkeit erhöhen und dazu beitragen, betroffene Tiere früher behandeln zu können.

Parallel dazu laufen Studien zur chirurgischen Behandlung des PRAA. Neue chirurgische Techniken und Ansätze werden entwickelt und getestet, um die Erfolgsquote der Operationen zu erhöhen und die Erholungszeit der Tiere zu verkürzen. Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine frühzeitige chirurgische Intervention bei betroffenen Tieren zu einer besseren Lebensqualität führt und das Risiko von Langzeitkomplikationen senkt.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Forschung zum persistierenden rechten Aortenbogen beim Hund in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht hat. Die genetischen Ursachen werden zunehmend verstanden und neue Diagnose- und Behandlungsmethoden werden entwickelt. Diese Fortschritte tragen dazu bei, die Prognose für betroffene Tiere zu verbessern und das Verständnis dieser angeborenen Missbildung zu vertiefen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

1. Was ist ein persistierender rechter Aortenbogen?
Ein persistierender rechter Aortenbogen ist eine angeborene Missbildung, bei der die Aorta sich auf der rechten statt auf der linken Seite des Herzens entwickelt. Diese Anomalie kann die Speiseröhre einschnüren und Schwierigkeiten beim Schlucken und Fressen verursachen. -
2. Welche Symptome treten bei Hunden mit dieser Erkrankung auf?
Typische Symptome sind Schwierigkeiten beim Schlucken, Erbrechen von unverdautem Futter, Husten, Speicheln und Wachstumsverzögerungen. Diese Anzeichen treten häufig bereits im Welpenalter auf. -
3. Welche Rassen sind besonders betroffen?
Bestimmte Rassen wie Deutsche Doggen, Irische Wolfshunde und Deutsche Schäferhunde zeigen eine höhere Prävalenz für diese Erkrankung. Dies deutet auf eine genetische Komponente hin. -
4. Wie wird die Erkrankung diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt in der Regel durch bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen mit Kontrastmittel, die eine Einschnürung der Speiseröhre sichtbar machen. In einigen Fällen können auch CT- oder MRT-Scans eingesetzt werden. -
5. Kann die Erkrankung behandelt werden?
Ja, in vielen Fällen kann die Erkrankung chirurgisch behandelt werden. Dabei wird der Einschnürungseffekt durch die abnorme Gefäßstruktur beseitigt. Eine frühzeitige Operation verbessert die Prognose erheblich. -
6. Wie hoch sind die Erfolgsaussichten einer Operation?
Die Erfolgsaussichten einer chirurgischen Behandlung sind in der Regel gut, insbesondere wenn die Operation früh im Leben des Tieres durchgeführt wird. Die meisten Hunde zeigen eine deutliche Verbesserung der Symptome nach der Operation. -
7. Können Hunde nach der Operation ein normales Leben führen?
Viele Hunde können nach erfolgreicher Operation ein weitgehend normales Leben führen. Es kann jedoch erforderlich sein, die Fütterung anzupassen, um das Risiko von Komplikationen zu minimieren. -
8. Gibt es Langzeitkomplikationen?
Einige Hunde können trotz erfolgreicher Operation langfristige Probleme mit der Speiseröhre haben, wie z.B. eine verminderte Motilität. Regelmäßige veterinärmedizinische Kontrollen sind wichtig, um solche Komplikationen frühzeitig zu erkennen. -
9. Kann die Erkrankung vererbt werden?
Es gibt Hinweise darauf, dass die Erkrankung genetisch bedingt sein könnte, insbesondere bei Hunderassen, die eine hohe Prävalenz zeigen. Zuchtprogramme, die auf die Vermeidung dieser Erkrankung abzielen, können das Risiko reduzieren. -
10. Wie kann ich meinen Hund unterstützen, wenn er an dieser Erkrankung leidet?
Neben der medizinischen Behandlung ist es wichtig, die Fütterung entsprechend anzupassen. Häufigere, kleinere Mahlzeiten und das Füttern aus erhöhten Schüsseln können helfen, die Symptome zu lindern und das Wohlbefinden des Hundes zu verbessern.

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