Home » Symptome » Bei Hunden » Durchfall
Durchfall bei Hunden
Wann zum Tierarzt?
Zeitnah innerhalb von 2-3 Tagen Tierarzt
ORANGE bei Dehydratation, wiederholtem Erbrechen, Fieber, starkem Bauchschmerz, Welpen/geriatrischen Hunden, deutlicher Mattigkeit oder wenn es >24–48 h anhält; ROT bei Kollaps/Schockzeichen.
Sie sind sich unsicher, was Ihrem Tier fehlt? Nutzen Sie gerne unseren Symptom-Checker für mehr Klarheit
Definition
Kann bei den folgenden Krankheiten auftreten:
- Darmkrebs bei Hunden (Adenokarzinom des Darmes)
- Akutes Leberversagen bei Hunden (Akute Leberinsuffizienz)
- Leukämie bei Hunden (Akute lymphoblastische Leukämie, ALL)
- Akute Nierenfunktionsschwäche bei Hunden (Akute Niereninsuffizienz, AKI)
- Überempfindlichkeit, nicht anaphylaktisch bei Hunden (Allergie)
- Fuchsbandwurm-Infektion bei Hunden (Alveoläre Echinokokkose)
- Amöbeninfektion bei Hunden (Amöbiasis)
- Verengung am Anus und Enddarm bei Hunden (Analstenose)
- Allergischer Schock bei Hunden (Anaphylaxie)
- Anaplasmose bei Hunden (Canine Anaplasmose)
- Hakenwurminfektion bei Hunden (Ankylostomiasis)
- Darmtumor von hormonbildenden Zellen ausgehend bei Hunden (Neuroendokriner Darmtumor, Apudom)
- Candida-Infektion bei Hunden (Candidiasis)
- Coronavirus-Infektion bei Hunden (Canine Coronavirus-Infektion, CCoV)
- Staupe bei Hunden (Canine distemper)
- Ehrlichiose bei Hunden (Canine Monozytäre Ehrlichiose, CME)
- Herpesvirusinfektion bei Hunden (Canines Herpesvirus, CHV)
- Gallengangskrebs bei Hunden (Cholangiokarzinom)
- Chronische Entzündung der Magenschleimhaut, die sich zurückbildet, bei Hunden (Chronische atrophische Gastritis)
- Chronisches Erbrechen bei Hunden (Chronische Emesis)
- Chronische Magenschleimhautentzündung bei Hunden (Chronische Gastritis)
- Chronische Leberentzündung bei Hunden (Chronische Hepatitis)
- Chronische Nierenentzündung bei Hunden (Chronische Nephritis)
- Chronische Nierenfunktionsschwäche bei Hunden (Chronische Niereninsuffizienz, CKD)
- Clostridium perfringens-Infektion bei Hunden (Clostridiose)
- Vitamin-B12-Mangel bei Hunden (Cobalamin-Malabsorption)
- Bakterielle Infektion mit E. coli bei Hunden (Colibacillose)
- Dickdarmentzündung bei Hunden (Colitis)
- Wiederkehrender Dickdarmduchfall bei Hunden (Colon irritable, IBS)
- Darmeinstülpung bei Hunden (Darminvagination, Intussuszeption)
- Zuckerkrankheit bei Hunden (Diabetes mellitus)
- Stoffwechselübersäuerung) bei Zuckerkrankheit bei Hunden (Diabetische Ketoazidose, DKA)
- Digoxin-Vergiftung bei Hunden (Digoxin-Intoxikation)
- Fehlfunktion des unwillkürlichen Nervensystems bei Hunden (Dysautonomie, Key-Gaskell-Syndrom)
- Milchfieber bei Hunden (Eklampsie)
- Entzündung der Gebärmutterschleimhaut bei Hunden (Endometritis)
- Gebärmutterkrebs bei Hunden (Endometriumkarzinom)
- Magen-Darm-Entzündung mit Anreicherung spezieller Blutzellen bei Hunden (Eosinophile Gastroenteritis)
- Störung der Ausscheidungsfunktion der Bauchspeicheldrüse bei Hunden (Exokrine Pankreasinsuffizienz, EPI)
- Überempfindlichkeitsreaktion auf Futtermittel bei Hunden (Futtermittelallergie)
- Verlegung des Gallenganges bei Hunden (Gallengangsobstruktion)
- Bauchfellentzündung durch Galle bei Hunden (Gallige Peritonitis)
- Magenschleimhautentzündung bei Hunden (Gastritis)
- Generalisierte krankhafte Eiweißablagerungen bei Hunden (Amyloidose)
- Parasitäre Darminfektion mit Giardien bei Hunden (Giardiasis)
- Leberentzündung mit Knötchenbildung bei Hunden (Granulomatöse Hepatitis)
- Bakterielle Infektion der Magenschleimhaut bei Hunden (Helicobacter-pylori-Infektion)
- Störung der Hirnfunktion bei unzureichender Entgiftungsfunktion der Leber bei Hunden (Hepatische Enzephalopathie)
- Eitrig-abszedierende Leberentzündung bei Hunden (Hepatitis)
- Parasitäre Infektionskrankheit durch Hepatozoon-Arten bei Hunden (Hepatozoonose)
- Zwerchfellbruch bei Hunden (Hernia diaphragmatica)
- Verdrehung des Hodens bei Hunden (Hodentorsion)
- Erhöhte Blutfettwerte bei Hunden (Hyperlipidämie)
- Hitzschlag bei Hunden (Hyperthermie)
- Schilddrüsenüberfunktion bei Hunden (Hyperthyreose)
- Knochenwachstumsstörung bei Hunden (Hypertrophe Dystrophie, HOD)
- Gelbsucht bei Hunden (Ikterus)
- Darmverschluss bei Hunden (Ileus)
- Schwaches Immunsystem aufgrund von Erbkrankheiten bei Hunden (Immundefekt)
- Chronisch entzündliche Darmerkrankung bei Hunden (Inflammatory Bowel Disease, IBD)
- Gutartiger Tumor der insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse bei Hunden (Insulinom)
- Vergiftung mit cumarinhaltigem Rattengift bei Hunden (Intoxikation mit cumarinhaltigem Rattengift)
- Kurzschlussverbindung zwischen einer Arterie und einer Vene in der Leber bei Hunden (Intrahepatische arteriovenöse Fistel)
- Juvenile hepatische Fibrose (Leberfibrose bei jungen Hunden)
- Parasitäre Darminfektion mit Kokzidien bei Hunden (Kokzidiose)
- Hefepilzinfektion mit Cryptococcus neoformans/gattii bei Hunden (Kryptokokkose)
- Parasitäre Infektionskrankheit mit Cryptosporidien-Arten bei Hunden (Kryptosporidiose)
- Kupferspeicherkrankheit der Leber bei Hunden (Kupferspeicherhepatopathie, Kupfertoxikosen)
- Gutartiger Tumor von der Muskulatur der Darmwand oder des Magens ausgehend bei Hunden (Leiomyom des Darmes)
- Bakterielle Infektionskrankheit durch Leptospiren bei Hunden (Leptospirose)
- Krankhafte Erweiterung von Lymphgefäßen bei Hunden (Lymphangiektasie)
- Tumoren des lymphatischen Systems bei Hunden (Lymphom, Lymphosarkom)
- Mastzelltumor bei Hunden (Mastozytom)
- Parasitäre Erkrankung durch Encephalitozoon cuniculi bei Hunden (Enzephalitozoonose, Mikrosporidiose)
- Unterfunktion der Nebennierenrinde bei Hunden (Hypoadrenokortizismus, Morbus Addison)
- Vergiftungen durch Schimmelpilzgifte bei Hunden (Mykotoxikose)
- Vergiftungen durch Schimmelpilzgift Aflatoxin bei Hunden (Mykotoxikose durch Aflatoxin)
- Vergiftung durch Fusarium-Pilzgifte bei Hunden (Mykotoxikose durch Fusarium-Toxine)
- Nierenentzündung bei Hunden (Nephritis)
- Gallengangsverschluss bei Hunden (Gallengangsobstruktion)
- Bösartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse bei Hunden (Pankreas-Adenokarzinom)
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse bei Hunden (Pankreatitis)
- Darminfektion mit dem Kürbiskernbandwurm, Gurkenkernbandwurm bei Hunden (Parasitäre Darminfektion mit Dipylidium caninum)
- Infektion mit dem Parvovirus bei Hunden (Parvovirose)
- Angeborener Defekt zwischen Herzbeutel und Zwerchfell bei Hunden (Peritoneoperikardiale Zwerchfellhernie, PPDH)
- Bauchfellentzündung bei Hunden (Peritonitis)
- Erhöhter Blutdruck in der Pfortader bei Hunden (Portale Hypertonie)
- Angeborene Fehlbildung der Blutgefäße der Leber bei Hunden (Primäre Pfortaderhypoplasie)
- Eiweißverlustsyndrom bei Hunden (Protein-Verlust-Syndrom, PLE)
- Scheinträchtigkeit bei Hunden (Pseudogravidität)
- Gebärmuttervereiterung und zystische Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut bei Hunden (Pyometra und zystische Endometriumhyperplasie)
- Wasserpilzinfektion bei Hunden (Pythiosis)
- Polypen im Enddarm und Analbereich bei Hunden (Rekto-anale Polypen)
- Reovirus-Infektion des Darmes bei Hunden (Reovirus-Infektion)
- Durch Rickettsien verursachte Infektionskrankheit bei Hunden (Rickettsiose, RMSF)
- Rotavirusinfektion des Darmes bei Hunden (Rotavirusinfektion)
- Vergiftung durch die Sagopalme bei Hunden (Sagopalmintoxikation)
- Salmonelleninfektion des Darmes bei Hunden (Salmonelleninfektion)
- Parasitäre Infektion mit Sarcocystis-Arten bei Hunden (Sarcocystiose)
- Parasitäre Infektion mit Pärchenegeln bei Hunden (Schistosomiasis)
- Bakterielle Blutvergiftung bei Hunden (Septikämie/Bakteriämie)
- Parasitäre Infektion mit Zwergfadenwürmern bei Hunden (Strongyloidose)
- Parasitäre Infektion mit Toxoplasma gondii bei Hunden (Toxoplasmose)
- Angeborene Störung der neutrophilen weißen Blutkörperchen bei Hunden (Trapped Neutrophil Syndrome, TNS)
- Parasitäre Infektion des Darmes mit Peitschenwürmern, Trichuris-Arten bei Hunden (Trichuriasis)
- Bakterielle Infektion mit Tuberkuloseerregern bei Hunden (Tuberkulose)
- Hasenpest, bakterielle Infektion mit Francisella tularensis bei Hunden (Tularämie)
- Bakterielle Darminfektion durch Clostridium piliforme bei Hunden (Tyzzer-Krankheit)
- Magengeschwür oder Zwölffingerdarmgeschwür bei Hunden (Ulcus ventriculi/duodeni)
- Vergiftung des Körpers durch harnpflichtige Stoffe bei Hunden (Urämie)
- Lebererkrankung mit vakuolären Zellveränderungen bei Hunden (Vakuoläre Hepatopathie)
- Chronische Vernarbung der Leber bei Hunden (Zirrhose und Fibrose der Leber)
- Fremdkörper im Magen bei Hunden (Gastraler Fremdkörper)
Grundlagen und mögliche Ursachen
Durchfall ist das Ergebnis einer gestörten Wasseraufnahme oder -abgabe im Darm. Normalerweise wird Wasser im Dickdarm absorbiert, aber bei Durchfall ist dieser Prozess beeinträchtigt. Dies kann durch Entzündungen, Infektionen, Toxine oder eine schlechte Ernährung verursacht werden.
Infektionen durch Bakterien, Viren oder Parasiten sind häufige Auslöser von Durchfall. Bakterielle Infektionen können durch Salmonellen, E. coli oder Campylobacter verursacht werden. Viren wie das Parvovirus oder Coronavirus können ebenfalls zu Durchfall führen. Parasitäre Infektionen durch Giardien oder Würmer sind ebenfalls verbreitet.
Ernährungsbedingte Ursachen umfassen plötzliche Futterumstellungen, das Fressen von verdorbenem oder ungeeignetem Futter sowie Lebensmittelunverträglichkeiten oder Allergien. Diese Faktoren können die Darmflora stören und zu Durchfall führen.
Andere mögliche Ursachen sind entzündliche Darmerkrankungen, Stress, Medikamente (wie Antibiotika oder NSAIDs) und systemische Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme. Ein ungesunder Lebensstil oder Umweltstressoren können ebenfalls eine Rolle spielen.
Typische Begleitsymptome
- Erbrechen: Viele Hunde, die unter Durchfall leiden, zeigen auch Erbrechen. Dies kann durch dieselben Ursachen wie der Durchfall ausgelöst werden und führt zu weiterem Flüssigkeitsverlust.
- Appetitlosigkeit: Ein Hund mit Durchfall kann sein Futter verweigern oder nur zögerlich fressen, was auf ein allgemeines Unwohlsein oder Bauchschmerzen hindeutet.
- Abgeschlagenheit: Hunde mit Durchfall zeigen oft eine verminderte Aktivität und wirken lethargisch oder müde, da ihr Körper gegen die Ursachen des Durchfalls ankämpft.
- Fieber: Bei infektiösen Ursachen kann der Hund Fieber entwickeln, was durch eine erhöhte Körpertemperatur und ein warmes Gefühl bei Berührung erkennbar ist.
- Dehydratation: Durch den Flüssigkeitsverlust kann der Hund dehydriert sein, was sich durch trockene Schleimhäute, eine verzögerte Hautelastizität und eingesunkene Augen zeigt.
- Blut im Stuhl: In einigen Fällen kann der Durchfall blutig sein, was auf eine ernstere Erkrankung oder Verletzung der Darmwand hinweist.
Wann zum Tierarzt?
Ein Tierarzt sollte aufgesucht werden, wenn der Durchfall länger als 24 bis 48 Stunden anhält oder wenn er von schweren Symptomen wie blutigem Stuhl, starkem Erbrechen oder Fieber begleitet wird. Diese Anzeichen können auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen, die eine sofortige Behandlung erfordert.
Auch bei jungen Welpen, älteren Hunden oder Hunden mit geschwächtem Immunsystem ist es ratsam, frühzeitig tierärztlichen Rat einzuholen, da sie anfälliger für Dehydratation und Komplikationen sind.
Wenn der Hund Anzeichen von Dehydratation zeigt oder stark lethargisch wirkt, ist ebenfalls ein sofortiger Tierarztbesuch notwendig, um weitere gesundheitliche Schäden zu verhindern.
Symptomerkennung für den Tierhalter und tierärztliches diagnostisches Vorgehen
Der Tierhalter sollte den Durchfall genau beobachten und darauf achten, wie oft der Hund Stuhl absetzt, welche Konsistenz der Stuhl hat und ob zusätzliche Symptome wie Erbrechen oder Fieber auftreten. Diese Informationen sind für den Tierarzt wichtig, um die Ursache des Durchfalls zu ermitteln.
Der Tierarzt wird eine gründliche Anamnese durchführen und eventuell eine körperliche Untersuchung vornehmen. Abhängig von den Symptomen und der Krankengeschichte des Hundes können auch diagnostische Tests erforderlich sein. Dazu gehören Kotuntersuchungen zur Identifikation von Parasiten, Blutuntersuchungen, um die allgemeine Gesundheit zu überprüfen, und eventuell bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall, um strukturelle Anomalien im Verdauungstrakt zu erkennen.
In einigen Fällen ist eine Endoskopie oder eine Biopsie des Darms notwendig, um entzündliche oder strukturelle Erkrankungen zu diagnostizieren. Diese Untersuchungen helfen dem Tierarzt, eine genaue Diagnose zu stellen und eine geeignete Behandlung zu planen.
Was kann der Tierhalter tun und professionelle Therapieoptionen
Der Tierhalter kann zunächst versuchen, den Hund für 12 bis 24 Stunden zu fasten, um dem Verdauungssystem eine Ruhepause zu gönnen. Wichtig ist, dass jederzeit Zugang zu frischem Wasser besteht, um Dehydratation zu vermeiden.
Nach der Fastenzeit kann der Hund schrittweise mit einer leicht verdaulichen Diät gefüttert werden. Geeignete Nahrungsmittel sind gekochter Reis mit Huhn oder spezielles Diätfutter, das vom Tierarzt empfohlen wird. Diese Diät sollte für einige Tage beibehalten werden, bevor langsam auf das normale Futter umgestellt wird.
Probiotika oder Präbiotika können helfen, die Darmflora zu stabilisieren und das Gleichgewicht wiederherzustellen. Diese sollten jedoch nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt verabreicht werden.
Es ist wichtig, den Hund in einer stressfreien Umgebung zu halten und ihm ausreichend Ruhe zu gönnen. Stress kann den Durchfall verschlimmern oder verlängern.
Wenn der Durchfall anhält oder sich verschlimmert, sollte der Tierhalter nicht zögern, einen Tierarzt zu konsultieren, um eine angemessene Behandlung zu gewährleisten und ernstere Gesundheitsprobleme auszuschließen.
Ausblick auf aktuelle Forschung
In der aktuellen Forschung rund um das Symptom Durchfall bei Hunden wird intensiv daran gearbeitet, die vielfältigen Ursachen und Mechanismen besser zu verstehen, die zu diesem häufig auftretenden Problem führen. Wissenschaftler untersuchen die Rolle des Mikrobioms im Darmtrakt von Hunden und wie Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmflora Durchfall beeinflussen können. Studien zeigen, dass eine gestörte Balance der Mikroorganismen im Darm eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung von Durchfall spielt. Dies hat dazu geführt, dass Probiotika und präbiotische Nahrungsergänzungsmittel als potenzielle Behandlungen zur Stabilisierung der Darmflora erforscht werden.
Ein weiterer spannender Forschungsbereich konzentriert sich auf die genetischen und immunologischen Faktoren, die zur Anfälligkeit eines Hundes für Durchfall beitragen können. Einige Rassen scheinen anfälliger für gastrointestinale Probleme zu sein, und Forscher versuchen, genetische Marker zu identifizieren, die mit einem höheren Risiko für Durchfall verbunden sind. Parallel dazu wird untersucht, wie das Immunsystem von Hunden auf verschiedene Reize reagiert und wie Autoimmunreaktionen möglicherweise zu chronischen Durchfallerkrankungen führen können.
Fortschritte in der Diagnosetechnologie ermöglichen es Forschern, spezifische pathogene Erreger, wie Viren, Bakterien und Parasiten, präziser zu identifizieren, die Durchfall bei Hunden verursachen können. Moderne molekulare Techniken, einschließlich der Next-Generation-Sequenzierung, ermöglichen eine schnellere und genauere Diagnose von Infektionserregern, was zu gezielteren Behandlungsstrategien führen kann. Darüber hinaus werden neue Impfstoffe entwickelt, die darauf abzielen, Hunde vor häufigen infektiösen Ursachen von Durchfall zu schützen.
In der Ernährungsforschung gibt es Bemühungen, diätetische Ansätze zu entwickeln, die helfen können, Durchfall bei Hunden zu verhindern oder zu mildern. Spezialisierte Diäten, die leicht verdauliche Inhaltsstoffe enthalten, werden getestet, um ihre Wirksamkeit bei der Linderung von Symptomen und der Förderung der Darmgesundheit zu bewerten. Auch der Einfluss von Ballaststoffen und speziellen Fettsäuren auf die Darmpassage und -gesundheit wird erforscht, um besser zu verstehen, wie Ernährung gezielt eingesetzt werden kann, um Durchfall zu kontrollieren.
Abschließend widmet sich die Forschung auch der Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze, einschließlich der Verwendung von Antidiarrhoika, die speziell für die Sicherheit und Wirksamkeit bei Hunden formuliert sind. Innovative Ansätze wie die Fäkale Mikrobiota-Transplantation, bei der gesunde Darmbakterien von einem Spender auf einen Empfängerhund übertragen werden, um die Darmflora zu stabilisieren, werden ebenfalls untersucht. Diese Techniken versprechen, eine neue Dimension in der Behandlung von Durchfallerkrankungen bei Hunden zu eröffnen.