Home » Symptome » Bei Katzen » Fieber
Fieber bei Katzen
Wann zum Tierarzt?
Dringend innerhalb von 24 Stunden Tierarzt
ROT bei Atemnot, Kollaps, Krampfanfällen, deutlicher Apathie, Dehydratation oder sehr jungen/alten/immunsupprimierten Katzen (z. B. FeLV/FIV).
Sie sind sich unsicher, was Ihrem Tier fehlt? Nutzen Sie gerne unseren Symptom-Checker für mehr Klarheit
Definition
Fieber bei Katzen ist eine Erhöhung der Körpertemperatur über den normalen Bereich, die normalerweise zwischen 38,0°C und 39,2°C liegt. Bei Werten über 39,2°C spricht man von Fieber.
Kann bei den folgenden Krankheiten auftreten:
- Blutarmut durch Störung der Knochenmarkfunktion bei Katzen (Aplastische Anämie)
- Autoimmunbedingte Zerstörung roter Blutkörperchen bei Katzen (Autoimmunhämolytische Anämie)
- Bauchfellentzündung durch das mutierte Katzen-Coronavirus (FCoV) bei Katzen (Feline Infektiöse Peritonitis, FIP)
- Infektionen mit methicillinresistenten Staphylococcus-aureus-Bakterien bei Katzen (MRSA)
- Dauerhafte Erweiterung der Bronchien bei Katzen (Bronchiektasien)
- Autoimmunerkrankung der Haut mit Blasen- und Krustenbildung bei Katzen (Pemphigus)
- Infektiöse Blutarmut durch Hämoplasmen bei Katzen (Feline Infektiöse Anämie, Haemobartonellose, Hämoplasmose)
- Darmerkrankung durch Clostridium perfringens bei Katzen (Clostridium perfringens Enteropathie)
- Bakterielle Darminfektion mit Salmonellen bei Katzen (Salmonellose)
- Infektion mit Escherichia-coli-Bakterien bei Katzen (Colibacillose)
- Entzündung der Harnblase und Harnröhre bei Katzen (Zystitis und Urethritis)
- Gebärmutterentzündung nach der Geburt bei Katzen (Postpartale Metritis des Uterus)
- Bakterielle Hautentzündung mit Eiterbildung bei Katzen (Pyodermie)
- Entzündung der Milchdrüsen bei Katzen (Mastitis)
- Bakterielle Infektion mit Chlamydien bei Katzen (Chlamydiose)
- Bakterielle Blutvergiftung und Bakterien im Blut bei Katzen (Sepsis, Septikämie und Bakteriämie)
- Bakterielle Entzündung des Nierenbeckens bei Katzen (Pyelonephritis)
- Bakterielle Infektion mit Actinomyces-Arten bei Katzen (Aktinomykose)
- Durch Zecken übertragene Borrelieninfektion bei Katzen (Lyme-Borreliose)
- Bakterielle Infektion mit Francisella tularensis bei Katzen (Tularämie)
- Bakterielle Infektion mit Leptospiren bei Katzen (Leptospirose)
- Bakterielle Infektion mit Pasteurella multocida bei Katzen (Pasteurellose)
- Bakterielle Infektion mit Yersinia pestis bei Katzen (Pest)
- Atemwegsinfektion mit Bordetella bronchiseptica bei Katzen (Bordetellose)
- Bakterielle Infektion mit Brucella-Arten bei Katzen (Brucellose)
- Bakterielle Darminfektion mit Campylobacter-Arten bei Katzen (Campylobacteriose)
- Bakterielle Infektion mit Clostridium piliforme bei Katzen (Clostridium piliforme-Infektion)
- Bakterielle Infektion mit Coxiella burnetii bei Katzen (Q-Fieber)
- Durch Zecken übertragene Infektion mit Ehrlichia-Arten bei Katzen (Ehrlichiose)
- Bakterielle Infektion mit Listeria monocytogenes bei Katzen (Listeriose)
- Bakterielle Infektion mit Mykoplasmen bei Katzen (Mykoplasmose)
- Bakterielle Infektion mit Nocardia-Arten bei Katzen (Nokardiose)
- Bakterielle Infektion mit Staphylokokken bei Katzen (Infektion mit Staphylococcus-Arten)
- Bakterielle Infektion mit Streptokokken bei Katzen (Streptokokkose)
- Bakterielle Infektionen mit Bakterien, die ohne Sauerstoff wachsen bei Katzen (Infektionen mit anaeroben Bakterien)
- Durch Zecken übertragene Infektion mit Babesien bei Katzen (Babesiose)
- Entzündung der Bandscheiben und Wirbelkörper bei Katzen (Diskospondylitis)
- Entzündung des Bauchfells bei Katzen (Peritonitis)
- Entzündung des Bauchfells durch Galle bei Katzen (Gallige Peritonitis)
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse bei Katzen (Pankreatitis)
- Zyklische Störung der Blutzellbildung bei Katzen (Zyklische Hämatopoese)
- Erkrankungen mit krankhafter Vermehrung von Knochenmarkszellen bei Katzen (Myeloproliferative Erkrankungen)
- Akute Zerstörung roter Blutkörperchen nach Bluttransfusion bei Katzen (Akute hämolytische Transfusionsreaktion)
- Zyklisch wiederkehrender Mangel an neutrophilen weißen Blutkörperchen bei Katzen (Zyklische Neutropenie)
- Magen-Darm-Entzündung durch Astrovirus-Infektion bei Katzen (Gastroenteritis durch Astrovirus-Infektion)
- Darminfektion mit dem Coronavirus bei Katzen (Feline enterale Coronavirus-Infektion, FECV)
- Entzündung von Dickdarm und Enddarm bei Katzen (Colitis und Proktitis)
- Eiteransammlung im Gewebe bei Katzen (Abszess)
- Eitrige Entzündung der Leber mit Abszessbildung bei Katzen (Eitrige Leberentzündung und Leberabszesse)
- Störung der Blutzellbildung im Knochenmark bei Katzen (Myelodysplastisches Syndrom, MDS)
- Entzündliche Erkrankung der Gallengänge und Leber bei Katzen (Cholangitis-Cholangiohepatitis-Syndrom)
- Entzündung der Herzinnenwand und des Herzmuskels bei Katzen (Endomyokarditis)
- Entzündungen von Hirnhäuten, Gehirn und Rückenmark bei Katzen (Meningitis, Meningoenzephalitis, Meningomyelitis)
- Entzündung der Scheide bei Katzen (Vaginitis)
- Entzündung des Lungenzwischengewebes bei Katzen (Interstitielle Pneumonie)
- Entzündung des Mittelfellraums im Brustkorb bei Katzen (Mediastinitis)
- Immunbedingte Gelenkentzündung ohne Gelenkzerstörung bei Katzen (Nonerosive, immunvermittelte Polyarthritis)
- Entzündung von Knochen und Knochenmark bei Katzen (Osteomyelitis, Osteitis)
- Erhöhte Herzfrequenz durch vorzeitige Wehen bei Katzen (Tachykardie aufgrund vorzeitiger Wehen)
- Fehlgeburt bei Katzen (Abort)
- Entzündung des Fettgewebes bei Katzen (Steatitis)
- Entzündung der Gallenblase und Gallengänge bei Katzen (Cholezystitis und Cholangitis)
- Gallensteine bei Katzen (Cholelithiasis)
- Gebärmuttervereiterung bei Katzen (Pyometra)
- Entzündung der grauen Substanz von Gehirn und Rückenmark bei Katzen (Polioenzephalomyelitis)
- Entzündung des Gehirns bei Katzen (Enzephalitis)
- Entzündung eines Gelenkes bei Katzen (Arthritis)
- Immunbedingte Gelenkentzündung mit Gelenkzerstörung bei Katzen (Erosive immunvermittelte Polyarthritis)
- Entzündliche Muskel- und Hauterkrankung bei Katzen (Feline Polymyositis und Dermatomyositis)
- Schwere Gerinnungsstörung mit Blutgerinnseln und Blutungen bei Katzen (Disseminierte intravasale Koagulopathie, DIC)
- Verminderung aller Blutzellreihen bei Katzen (Panzytopenie)
- Arzneimittelbedingter Hautausschlag bei Katzen (Kutanes Arzneimittelexanthem)
- Entzündung des Herzbeutels mit Flüssigkeitsansammlung bei Katzen (Perikarditis und Perikarderguss)
- Infektiöse Entzündung der Herzinnenhaut bei Katzen (Infektiöse Endokarditis)
- Entzündung des Herzmuskels bei Katzen (Myokarditis)
- Entzündung von Nebenhoden und Hoden bei Katzen (Epididymitis und Orchitis)
- Infektion mit Orthopoxviren bei Katzen (Orthopoxinfektion)
- Infektion mit dem Felinen Leukämievirus bei Katzen (FeLV)
- Bakterielle Gelenkentzündung bei Katzen (Septische Arthritis)
- Infektion mit dem Felinen Immundefizienzvirus bei Katzen (FIV-Infektion)
- Bakterielle Infektion mit Bartonella henselae bei Katzen (Bartonellose)
- Infektion mit dem Felinen Herpesvirus bei Katzen (FHV)
- Infektion mit dem Felinen Calicivirus bei Katzen (FCV)
- Infektion mit dem H1N1-Influenzavirus bei Katzen (H1N1-Influenza-Infektion)
- Infektion mit dem Felinen Parvovirus bei Katzen (Feline Panleukopenie, FPV)
- Entzündung des Unterhautfettgewebes bei Katzen (Kutane Pannikulitis)
- Bösartige Tumorerkrankung des lymphatischen Systems bei Katzen (Lymphom, Lymphosarkom)
- Chronische Leukämie der lymphatischen Blutzellen bei Katzen (Chronische Lymphatische Leukämie, CLL)
- Lymphomähnliche entzündliche Lungenerkrankung bei Katzen (Pulmonale lymphomatoide Granulomatose)
- Knotige entzündliche Lebererkrankung bei Katzen (Granulomatöse Hepatitis)
- Akute lymphoblastische Leukämie bei Katzen (Akute Lymphoblastische Leukämie, ALL)
- Durchbruch der Luftröhre bei Katzen (Trachealperforation)
- Pilzbedingte Lungenentzündung bei Katzen (Mykotische Pneumonie)
- Lungenentzündung durch Einatmen von Fremdmaterial bei Katzen (Aspirationspneumonie)
- Entzündung der Lymphknoten bei Katzen (Lymphadenitis)
- Magen-Darm-Entzündung durch Reoviren bei Katzen (Reovirus-Gastroenteritis)
- Verbleibende Nachgeburt in der Gebärmutter bei Katzen (Retinierte Plazenta)
- Nierensteine bei Katzen (Nephrolithiasis)
- Durch Zecken übertragene Infektion mit Cytauxzoon-Arten bei Katzen (Cytauxzoonose)
- Bakterielle Infektion mit Anaplasma-Arten bei Katzen (Anaplasmose)
- Bakterielle Lungenentzündung bei Katzen (Bakterielle Pneumonie)
- Parasitäre Infektion mit Leishmania-Arten bei Katzen (Leishmaniose)
- Parasitäre Darminfektion mit Amöben bei Katzen (Feline Amöbiasis)
- Parasitäre Infektion mit Toxoplasmen bei Katzen (Toxoplasmose)
- Pilzbedingte Lungenentzündung bei Katzen (Mykotische Pneumonie)
- Pilzinfektion der Lunge durch Pneumocystis-Arten bei Katzen (Pneumozystose)
- Pilzinfektion der unteren Harnwege bei Katzen (Pilzinfektion der unteren Harnwege)
- Pilzinfektion mit Blastomyces-Arten bei Katzen (Blastomykose)
- Pilzinfektion mit Histoplasma-Arten bei Katzen (Histoplasmose)
- Pilzinfektion mehrerer Organe bei Katzen (Systemmykose)
- Entzündung und Abszess der Prostata bei Katzen (Prostatitis und Prostataabszess)
- Lebensbedrohlicher Schock durch schwere Infektion bei Katzen (Septischer Schock)
- Immunschwäche bei Katzen (Immundefizienz, Immundefekt)
- Vergrößerte Lymphknoten bei Katzen (Lymphadenopathie)
- Autoimmunerkrankung mit Beteiligung mehrerer Organe bei Katzen (Systemischer Lupus erythematodes)
- Verschluss der Gallengänge bei Katzen (Gallengangsobstruktion)
Grundlagen und mögliche Ursachen
Fieber ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Krankheitserreger, wie Bakterien, Viren oder Pilze. Es kann auch durch Entzündungen, Verletzungen oder bestimmte Medikamente ausgelöst werden. Der Körper erhöht die Temperatur, um das Immunsystem zu unterstützen, indem er die Vermehrung von Mikroorganismen hemmt und die Aktivität von Immunzellen steigert.
Die Ursachen für Fieber bei Katzen sind vielfältig. Infektionen sind eine der häufigsten Ursachen. Bakterielle Infektionen wie Atemwegs- oder Harnwegsinfektionen können Fieber verursachen. Virale Infektionen wie das Feline Calicivirus oder das Feline Herpesvirus sind ebenfalls häufige Auslöser. Auch Pilzinfektionen, obwohl seltener, können Fieber verursachen.
Nicht-infektiöse Ursachen sind ebenfalls zu beachten. Dazu gehören Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem den eigenen Körper angreift, sowie Krebserkrankungen. Auch Reaktionen auf Impfungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente können gelegentlich Fieber auslösen. In einigen Fällen bleibt die genaue Ursache unbekannt; dies wird als “Fieber unbekannter Ursache” bezeichnet.
Typische Begleitsymptome
-
Lethargie: Katzen mit Fieber wirken oft müde und weniger aktiv als gewöhnlich. Sie ziehen sich zurück und schlafen mehr als sonst.
-
Appetitlosigkeit: Eine fiebrige Katze frisst oft weniger oder verweigert das Futter ganz. Dies ist eine häufige Reaktion des Körpers auf Krankheit.
-
Dehydratation: Aufgrund der erhöhten Körpertemperatur kann es zu Flüssigkeitsverlust kommen, was zu Dehydratation führen kann. Dies zeigt sich durch trockene Schleimhäute und Haut, die langsam in ihre ursprüngliche Position zurückkehrt, wenn sie angehoben wird.
-
Schnelles Atmen oder Hecheln: Eine fiebrige Katze kann schneller atmen, um die Körpertemperatur zu regulieren. Hecheln ist bei Katzen ungewöhnlich und sollte immer als Warnsignal betrachtet werden.
-
Veränderungen im Verhalten: Katzen mit Fieber können reizbar oder unruhig sein. Manche ziehen sich zurück, andere suchen mehr Nähe als sonst.
-
Schüttelfrost: Katzen können Zittern oder Muskelzittern zeigen, als Versuch des Körpers, die Temperatur weiter zu erhöhen.
Wann zum Tierarzt?
Ein Tierarztbesuch ist dringend erforderlich, wenn das Fieber länger als 24 bis 48 Stunden anhält oder wenn die Temperatur 40°C übersteigt. Solch hohe Temperaturen können zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen und erfordern sofortige ärztliche Behandlung.
Auch wenn das Fieber von anderen Symptomen begleitet wird, wie starkem Erbrechen, Durchfall, Gelbsucht (gelbe Verfärbung der Haut oder Augen), oder Anzeichen von Schmerzen, sollte ein Tierarzt konsultiert werden. Diese Symptome können auf schwerwiegendere Gesundheitsprobleme hinweisen.
Junge Kätzchen, ältere Katzen oder Katzen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders anfällig für die Auswirkungen von Fieber und sollten bei den ersten Anzeichen ärztlich untersucht werden.
Symptomerkennung für den Tierhalter und tierärztliches diagnostisches Vorgehen
Tierhalter können Fieber erkennen, indem sie die Temperatur ihrer Katze mit einem rektalen Thermometer messen. Digitale Thermometer sind am einfachsten zu handhaben und liefern schnelle Ergebnisse. Eine Temperatur über 39,2°C weist auf Fieber hin.
Beim Tierarzt wird eine gründliche Anamnese durchgeführt, um mögliche Ursachen für das Fieber zu identifizieren. Der Tierarzt wird die Katze körperlich untersuchen, um Entzündungszeichen oder andere Symptome zu erkennen. Blutuntersuchungen können notwendig sein, um Infektionen, Entzündungen oder andere gesundheitliche Probleme zu diagnostizieren.
In einigen Fällen können weitere Tests, wie Röntgenaufnahmen, Ultraschall oder spezielle Bluttests, erforderlich sein, um die Ursache des Fiebers zu ermitteln. Diese Tests helfen, schwerwiegendere Erkrankungen auszuschließen und eine gezielte Behandlung einzuleiten.
Was kann der Tierhalter tun und professionelle Therapieoptionen
Der Tierhalter sollte sicherstellen, dass die Katze in einer ruhigen und stressfreien Umgebung bleibt. Eine ausreichende Hydration ist entscheidend, daher sollte stets frisches Wasser bereitstehen. Bei Anzeichen von Dehydratation kann es hilfreich sein, der Katze Wasser mit einer Spritze anzubieten, wenn sie nicht selbst trinken möchte.
Der Tierhalter sollte der Katze keinen Zugang zu potenziellen Stressoren gewähren, wie lauten Geräuschen oder anderen Tieren, die die Situation verschlimmern könnten. Eine bequeme, warme Schlafgelegenheit kann helfen, das Wohlbefinden der Katze zu fördern.
Es ist wichtig, niemals ohne tierärztlichen Rat Medikamente zu verabreichen, da viele Humanmedikamente für Katzen giftig sein können. Nur ein Tierarzt kann geeignete Medikamente verschreiben, um die Symptome zu lindern und die Ursache des Fiebers zu behandeln.
Die regelmäßige Kontrolle der Körpertemperatur kann helfen, den Verlauf der Erkrankung zu überwachen. Verschlechtert sich der Zustand der Katze oder bleibt das Fieber bestehen, sollte unverzüglich der Tierarzt aufgesucht werden.
Ausblick auf aktuelle Forschung
Die Erforschung von Fieber bei Katzen konzentriert sich zunehmend auf die molekularen und zellulären Mechanismen, die zu einer erhöhten Körpertemperatur führen. Wissenschaftler versuchen, die Rolle von Zytokinen, insbesondere Interleukin-1 und Tumornekrosefaktor, zu verstehen, die als endogene Pyrogene bekannt sind und eine zentrale Rolle bei der Auslösung von Fieber spielen. Durch die Untersuchung dieser Moleküle erhoffen sich Forscher, bessere diagnostische Marker zu finden, um Fieber von anderen thermoregulatorischen Veränderungen zu unterscheiden.
Ein weiterer Bereich der Forschung ist die Untersuchung der genetischen Prädisposition bei Katzen, die zu einer erhöhten Anfälligkeit für Fieber führen könnte. Studien analysieren genetische Marker, die mit einer übermäßigen Immunantwort in Verbindung stehen. Ziel ist es, herauszufinden, ob bestimmte Katzenrassen oder -linien anfälliger für fieberhafte Reaktionen sind und ob eine genetische Selektion möglich ist, um diese Anfälligkeit zu reduzieren.
Gleichzeitig wird intensiv an der Entwicklung und Verbesserung von nicht-invasiven Methoden zur Fieberüberwachung gearbeitet. Forscher testen neue Technologien wie Infrarot-Thermografie und tragbare Thermosensoren, die eine kontinuierliche und stressfreie Überwachung der Körpertemperatur von Katzen ermöglichen sollen. Diese Technologien könnten nicht nur in der klinischen Praxis, sondern auch im häuslichen Umfeld eingesetzt werden, um eine frühzeitige Erkennung von Fieber zu gewährleisten.
Die Rolle der Mikrobiom-Komposition im Zusammenhang mit der Fieberentwicklung ist ein weiterer aufstrebender Forschungsbereich. Wissenschaftler untersuchen, wie das Gleichgewicht der Darmflora das Immunverhalten und damit auch die Körpertemperatur beeinflussen kann. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte bakterielle Profile mit einer erhöhten Entzündungsbereitschaft und damit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Fieber in Verbindung stehen könnten.
Ein weiteres spannendes Forschungsfeld ist die Untersuchung der Umweltfaktoren, die Fieber bei Katzen beeinflussen. Hierbei wird der Einfluss von Stress, Ernährung und Lebensstil auf die Thermoregulation und Immunantwort von Katzen untersucht. Erkenntnisse aus diesen Studien könnten helfen, präventive Maßnahmen zu entwickeln, die das Risiko von fieberhaften Episoden minimieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die aktuelle Forschung auf ein besseres Verständnis der komplexen Mechanismen hinter Fieber bei Katzen abzielt. Diese Erkenntnisse könnten in Zukunft zu verbesserten Diagnose- und Behandlungsstrategien führen, die nicht nur die Lebensqualität der Katzen verbessern, sondern auch die Sorgen ihrer Besitzer lindern.