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Tränenfluss erhöht (Epiphora) bei Katzen
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ORANGE bei Augenschmerz (Blepharospasmus), Hornhauttrübung/Ödem, eitrigem Ausfluss, Trauma oder plötzlicher Sehverschlechterung. ROT bei starkem Schmerz, Verdacht auf Hornhautulkus/Glaukom oder Exophthalmus.
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Definition
Erhöhter Tränenfluss, auch als Epiphora bekannt, ist ein Zustand bei Katzen, bei dem es zu einer übermäßigen Produktion von Tränenflüssigkeit kommt oder diese nicht ordnungsgemäß abfließt. Dies kann zu sichtbaren Tränenstreifen unter den Augen der Katze führen.
Kann bei den folgenden Krankheiten auftreten:
- Blastomykose (Pilzinfektion durch Blastomyces-Art)
- Blepharitis (Lidrandentzündung)
- Brucellose (Bakterielle Infektion mit Brucella-Arten)
- Chlamydiose (Bakterielle Infektion der oberen Atemwege mit Chlamydia-Art)
- Distichiasis, ektopische Zilien (Wimpernwachstum außerhalb der Reihe)
- Entropium (Einwärts gerolltes Augenlid, Rolllid)
- Episcleritis (Entzündung der Lederhaut, der Sklera des Auges)
- Feline Calicivirus-Infektion, FCV (Katzenschnupfen, Infektion mit dem Calicivirus)
- Feline eosinophile Keratitis (Hornhautentzündung des Auges)
- Feline Herpesvirus Infektion, FHV (Katzenschnupfen durch Herpesvirusinfektion)
- Feline Neonatale Isoerythrolyse, FNI (Auflösung der roten Blutkörperchen bei neugeborenen Katzen, Fading-Kitten-Syndrom)
- H1N1- Influenza-Infektion der Katze (Katzenschnupfen, Infektion mit dem Influenzavirus des Schweines)
- Histoplasmose (Pilzinfektion mit Histoplasma-Art)
- Interstitielle Pneumonie (Entzündung des Lungenbindegewebes)
- Irissynechien (Verwachsungen der Regenbogenhaut des Auges)
- Konjunktivitis (Bindehautentzündung)
- Mykoplasmose (Bakterielle Infektion mit Mycoplasmen)
- Nasales Chondrosarkom (Krebs der Nasen- und Nasennebenhöhlen vom Knorpelgewebe ausgehend)
- Nasales Fibrosarkom (Krebs der Nasen- und Nasennebenhöhlen vom Weichteilgewebe ausgehend)
- Orthopoxinfektion (Infektion der Haut durch Pockenvirus)
- Plattenepithelkarzinom des Nasopharynx (Nasen- und Nasennebenhöhlenkrebs von Haut- und Schleimhautzellen ausgehend)
- Plattenepithelkarzinom des Planum nasale (Krebs des Nasenspiegels, Nasenpolsterkrebs)
- Uveitis (Entzündung der vorderen Augenabschnitte)
- Vorfall der Nickhautdrüse, Cherry Eye (Kirschauge)
- Cornea nigra, Schwarze Hornhautnekrose (Dunkle Flecken auf dem Auge, Hornhautsequester)
- Hypopyon (Eiter im der vorderen Augenkammer)
- Ektropium (Herabhängendes Unterlid)
- Ulzerative Keratitis, Ulcus corneae (Hornhautgeschwür)
- Trichiasis (Wimpernwachstum nach innen, auf den Augapfel zu)
Grundlagen und mögliche Ursachen
Tränen sind eine wichtige Flüssigkeit, die das Auge schützt und die Hornhaut feucht hält. Bei Katzen wird der Tränenfilm kontinuierlich produziert, um Schmutz und Fremdkörper auszuspülen und das Auge vor Infektionen zu schützen. Eine erhöhte Produktion oder ein gestörter Abfluss der Tränen kann jedoch zu Epiphora führen.
Eine der häufigsten Ursachen für Epiphora ist eine anatomische AnomalieEine Anomalie ist eine Abweichung von dem, was als normal oder erwartet gilt. In der Medizin bezieht sie sich oft auf ungewöhnliche physikalische oder genetische Merkmale, die bei Geburt vorhanden sein können oder sich entwickeln.. Bestimmte Katzenrassen, insbesondere solche mit flachen Gesichtszügen wie Perser oder Exotic Shorthair, sind aufgrund ihrer Kopfform prädisponiert. Diese Form kann die Tränenkanäle verengen oder blockieren, was den Abfluss der Tränen behindert.
Infektionen sind ebenfalls eine häufige Ursache für erhöhten Tränenfluss. Bakterielle oder virale Infektionen, wie Katzenschnupfen oder Herpesvirus-Infektionen, können Reizungen und Entzündungen der Augen verursachen, was zu einem Übermaß an Tränenproduktion führt.
Allergien können bei Katzen wie bei Menschen zu einer Reizung der Augen führen. Pollen, Staub oder bestimmte Nahrungsmittelbestandteile können allergische Reaktionen auslösen, die zu Tränenfluss führen.
Fremdkörper wie Staub, Sand oder kleine Partikel können in das Auge gelangen und eine Reizung verursachen. Das Auge reagiert darauf mit einer erhöhten Tränenproduktion, um den Fremdkörper herauszuspülen.
Glaukom, eine Erkrankung, bei der der Druck im Auge erhöht ist, kann ebenfalls zu Epiphora führen. Der erhöhte Druck kann die normale Funktion der Tränenkanäle beeinträchtigen, was zu einem Rückstau der Tränen führt.
Typische Begleitsymptome
- Tränenstreifen: Dunkle oder verfärbte Streifen unter den Augen, die durch die ständige Tränenflüssigkeit verursacht werden.
- Rötung der Augen: Die Augen können gerötet erscheinen, was auf eine Reizung oder Entzündung hinweist.
- Schwellung: Eine Schwellung um die Augenpartie kann auftreten, insbesondere wenn eine InfektionEine Infektion ist die Besiedlung und Vermehrung von Krankheitserregern wie Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten in einem Organismus, die oft, aber nicht immer, zu einer Krankheit führen. oder eine allergische Reaktion vorliegt.
- Verkrustungen: Getrocknete Tränen können Krusten um die Augenlider bilden.
- Juckreiz: Die Katze könnte sich häufig an den Augen kratzen oder reiben.
- Trübung der Hornhaut: In schweren Fällen kann die Hornhaut trüb erscheinen, was auf eine ernsthafte Entzündung oder InfektionEine Infektion ist die Besiedlung und Vermehrung von Krankheitserregern wie Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten in einem Organismus, die oft, aber nicht immer, zu einer Krankheit führen. hinweisen kann.
- Veränderung im Verhalten: Die Katze könnte lethargisch wirken oder sich zurückziehen, wenn sie unter Schmerzen oder Unbehagen leidet.
Wann zum Tierarzt?
Ein Tierarztbesuch ist notwendig, wenn die Symptome plötzlich auftreten oder sich verschlimmern. Besonders wichtig ist es, medizinische Hilfe zu suchen, wenn die Katze Anzeichen von Schmerzen zeigt, wie z.B. ständiges Blinzeln oder vermehrtes Reiben der Augen.
Bei Verdacht auf eine InfektionEine Infektion ist die Besiedlung und Vermehrung von Krankheitserregern wie Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten in einem Organismus, die oft, aber nicht immer, zu einer Krankheit führen., wie eitriger Ausfluss oder starke Rötung, sollte ebenfalls ein Tierarzt konsultiert werden. Unbehandelte Infektionen können zu schwerwiegenden Komplikationen führen und das Sehvermögen der Katze gefährden.
Wenn die Katze andere Symptome wie Nasenausfluss, Niesen oder Husten zeigt, könnte dies auf eine systemische InfektionEine Infektion ist die Besiedlung und Vermehrung von Krankheitserregern wie Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten in einem Organismus, die oft, aber nicht immer, zu einer Krankheit führen. hinweisen, die eine umfassende Behandlung erfordert.
Symptomerkennung für den Tierhalter und tierärztliches diagnostisches Vorgehen
Für den Tierhalter ist es wichtig, die Symptome frühzeitig zu erkennen. Achten Sie auf vermehrten Tränenfluss, Veränderungen der Augenfarbe oder -struktur und Verhaltensänderungen. Eine genaue Beobachtung kann dem Tierarzt helfen, eine präzise DiagnoseEine Diagnose ist die Identifizierung einer Krankheit oder eines Zustandes durch ihre Symptome und/oder Ergebnisse aus diagnostischen Tests. Es ist der erste Schritt im Management und der Behandlung von Patienten. zu stellen.
Der Tierarzt wird eine gründliche Augenuntersuchung durchführen, um die Ursache des Tränenflusses zu ermitteln. Dazu gehört die Inspektion der Augenlider, der Bindehaut und der Hornhaut. Ein Tränen-Nasen-Kanalschlucktest kann helfen, zu überprüfen, ob die Tränen ordnungsgemäß abfließen.
In einigen Fällen kann eine Kultur des Tränenflüssigkeitsausflusses notwendig sein, um bakterielle oder virale Infektionen zu identifizieren. Bluttests und Allergietests können ebenfalls angeordnet werden, um andere systemische Ursachen auszuschließen.
Was kann der Tierhalter tun und professionelle Therapieoptionen
Als erste Maßnahme kann der Tierhalter die Augen der Katze mit einem weichen, feuchten Tuch sanft reinigen, um überschüssige Tränenflüssigkeit und Krusten zu entfernen. Verwenden Sie dazu lauwarmes, sauberes Wasser und achten Sie darauf, die Augen nicht zu reizen.
Es ist wichtig, die Umgebung der Katze sauber und frei von potenziellen Allergenen zu halten. Staub, Pollen und andere Reizstoffe sollten minimiert werden, um allergische Reaktionen zu verhindern.
Der Tierhalter sollte darauf achten, dass die Katze sich nicht zu sehr an den Augen reibt, da dies zu weiteren Reizungen oder Infektionen führen kann. Gegebenenfalls kann ein Schutzkragen angebracht werden, um dies zu verhindern.
Wenn der Verdacht auf eine ernste Erkrankung besteht oder die Symptome anhalten, sollte der Tierhalter nicht zögern, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um eine angemessene Behandlung sicherzustellen.
Ausblick auf aktuelle Forschung
Die aktuelle Forschung zu erhöhter Tränenproduktion bei Katzen, auch bekannt als Epiphora, konzentriert sich auf verschiedene Aspekte, einschließlich der genetischen PrädispositionEine Prädisposition ist eine angeborene Neigung oder Empfänglichkeit eines Organismus für bestimmte Krankheiten oder Zustände. Bei Hunden und Katzen kann eine genetische Prädisposition für bestimmte Erkrankungen wie Hüftdysplasie oder bestimmte Herzerkrankungen bestehen. und der Umweltfaktoren, die diesen Zustand beeinflussen können. Ein erheblicher Teil der Studien untersucht die anatomischen Besonderheiten bestimmter Katzenrassen, die zu einer Verengung oder Blockierung der Tränenkanäle führen können. Besonders betroffen sind Rassen mit flachen Gesichtern wie Perserkatzen und Exotische Kurzhaarkatzen, bei denen die Struktur des Schädels die ordnungsgemäße Funktion des Tränenkanalsystems behindern kann.
Ein weiterer Bereich der Forschung widmet sich der Rolle von Allergien und Umweltfaktoren bei der Entstehung von Epiphora. Es wird untersucht, inwieweit allergische Reaktionen auf Pollen, Staub oder bestimmte Futtermittel zur Überproduktion von Tränenflüssigkeit beitragen. Dabei wird auch die Bedeutung der Luftqualität und der Lebensumgebung der Katzen analysiert, um mögliche Korrelationen zwischen Umweltverschmutzung und Tränenfluss zu ermitteln.
Die mikrobiologische Forschung untersucht die bakterielle Besiedelung der Augenoberfläche und ihre Rolle bei der Auslösung von Entzündungsreaktionen, die zu Epiphora führen können. Neue Studien erforschen die Zusammensetzung des Tränenfilms und dessen Veränderung durch bakterielle Infektionen. Moderne diagnostische Techniken wie die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) helfen dabei, spezifische Pathogene zu identifizieren, die die Augengesundheit beeinträchtigen können.
Innovative therapeutische Ansätze werden ebenfalls erforscht. Dazu gehört die Entwicklung von Augentropfen mit antimikrobiellen Peptiden, die gezielt gegen schädliche BakterienBakterien sind mikroskopisch kleine, einzellige Organismen, die in fast allen Umgebungen auf der Erde vorkommen. Einige Bakterienarten sind nützlich oder sogar lebensnotwendig, andere können Krankheiten verursachen. wirken, während sie die natürliche Flora der Augenoberfläche schonen. Die Nutzung von Lasertherapie zur Behandlung von anatomischen Anomalien der Tränenkanäle wird ebenfalls untersucht, um den chirurgischen Eingriff zu minimieren und die Genesungszeit zu verkürzen.
Langfristige Studien zielen darauf ab, die genetische Basis von Epiphora zu entschlüsseln, um selektive Zuchtprogramme zu fördern, die das Auftreten dieses Symptoms bei zukünftigen Generationen minimieren. Forscher arbeiten an der Identifizierung spezifischer Gene, die für die Entwicklung der Tränenkanalstruktur verantwortlich sind. Dieses Wissen könnte es ermöglichen, gezieltere Zuchtentscheidungen zu treffen und die Prävalenz von Epiphora bei besonders anfälligen Rassen zu reduzieren.