Sepsis gilt als Notfall – doch was ist eine Sepsis und wie erkennt man sie?

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Tierart
Hund, Katze
Themenbereich
Allgemeine Inhalte, Infektionskrankheiten

Inhalt

Sepsis gilt als Notfall – doch was ist eine Sepsis und wie erkennt man sie?

Sepsis ist eine lebensbedrohliche Komplikation einer Infektion. Je früher man eine Sepsis erkennt, umso größer sind die Chancen, sie zu heilen. Die Sterblichkeit bei einer Sepsis wird je nach Quelle mit 20 bis 68 % angegeben.

Welche Zeichen (Symptome) treten bei einer Sepsis auf?

  • Ihr Tier ist auffällig matt und scheint sich sehr schlecht zu fühlen.
  • Ihr Tier scheint starke Schmerzen zu haben (Rückzug, möchte nicht laufen)
  • Ihr Tier verhält sich anders als sonst.
  • Die Herzfrequenz ist auch im Ruhezustand deutlich erhöht.
  • Der Blutdruck ist erniedrigt (Sie können ihn im Vergleich zu sonst kaum fühlen).
  • Die Atemfrequenz ist auch im Ruhezustand erhöht.
  • Haut, Schleimhäute und Beine fühlen sich kühl an.

Fieber ist nicht immer vorhanden.

Einige Symptome sind sehr unspezifisch. Doch wenn gleichzeitig eine lokale oder allgemeine Infektion vorliegt, auch wenn sie schon am Abklingen zu sein scheint, muss man an eine Sepsis denken. Sie sollten Ihr Tier unmittelbar in einer Tierklinik vorstellen.

Was sind die Ursachen einer Sepsis?

Eine Sepsis ist immer die Folge einer Infektion, egal ob bakteriell, durch Viren, Pilze oder Parasiten verursacht. Im Körper werden das Immunsystem und das Gerinnungssystem zur Bekämpfung der Erreger aktiviert. Diese Systeme richten sich nicht nur gegen die Krankheitserreger, sondern können auch die eigenen Organe wie Lunge, Herz und Nieren schädigen. Die Folgen können ein septischer Schock und ein Multiorganversagen sein.

Die häufigsten Ursachen bei Hunden sind:

  1. Bauchfellentzündung (Peritonitis)
  2. Gebärmuttervereiterung (Pyometra)
  3. Lungenentzündung (Pneumonie)
  4. Abszesse und Wundinfektionen können in selteneren Fällen ebenfalls zu einer Sepsis führen.

Die häufigsten Ursachen bei Katzen sind:

  1. Eiterungen im Brustkorb (Pyothorax),
  2. Bauchfellentzündung (Peritonitis)
  3. Schwere Allgemeininfektionen wie die Feline Panleukopenie
  4. Bissverletzungen, Abszesse, infizierte Wunden

Wann sind Tiere besonders gefährdet?

  • Tiere mit chronischen Erkrankungen
  • Tiere mit geschwächtem Immunsystem (Diabetes, Krebs)
  • Ältere oder sehr junge Tiere
  • Tiere mit Mangelernährung
  • Tiere nach einer Geburt
  • Tiere nach Operation

Wie können wir unsere Tiere schützen?

  • Verhinderung von Infektionen und deren konsequente Behandlung.
  • Hygiene bei einer Wundversorgung
  • Impfempfehlungen einhalten
  • Diabetes mellitus gut einstellen