Die chronische Niereninsuffizienz, kurz CKD (chronic kidney disease), ist eine mit einem Funktionsverlust verbundene, voranschreitende Schädigung des Nierengewebes. Sie gehört zu den häufigsten Alterskrankheiten bei Hunden und Katzen. Eine Heilung ist nicht möglich. Besonders Katzen, die älter als 10 Jahre sind, sind häufig betroffen. Der Beginn einer Niereninsuffizienz liegt oft Jahre zurück, ohne dass es den Haltern aufgefallen ist. Neue Entwicklungen in der Diagnostik und TherapieTherapie bezieht sich auf die Behandlung von Krankheiten oder Störungen mit dem Ziel, Symptome zu lindern, Heilung zu fördern oder die Lebensqualität zu verbessern. Therapien können medikamentös, chirurgisch oder durch andere medizinische Interventionen erfolgen. zeigen: Je früher eine CKD erkannt wird, desto besser lässt sich der Verlauf bremsen und die Lebensqualität erhalten.
Diagnostik bei chronischer Niereninsuffizienz
In der modernen Diagnostik verlässt man sich nicht mehr nur auf klassische Nierenwerte wie KreatininKreatinin ist ein Abfallprodukt, das bei der Muskelkontraktion entsteht und durch die Nieren ausgeschieden wird. Der Kreatininspiegel im Blut wird als Indikator für die Nierenfunktion bei Hunden und Katzen verwendet. Erhöhte Werte können auf eine Niereninsuffizienz hinweisen. und Harnstoff. Heute werden zusätzlich herangezogen:
- SDMA (symmetrisches Dimethylarginin, ein früher Blutmarker für die Filterleistung der Niere)
- UPC-Wert (Protein-Kreatinin-Quotient im Urin zur Beurteilung eines krankhaften Proteinverlustes)
- Blutdruck
Zusammen mit der Einteilung nach den IRIS-Stadien (internationales System zur Graduierung der CKD) lässt sich die Erkrankung deutlich gezielter erfassen und behandeln.
Ernährung bei chronischer Niereninsuffizienz
Auch bei der Ernährung hat sich einiges geändert. Weg von der extremen Eiweißreduktion hin zu moderater Proteinbegrenzung mit optimaler Proteinqualität, konsequenter Phosphorreduktion und ausreichender Energiezufuhr. Ein besonderer Fokus liegt heute auf der Muskelmasse (Muscle Condition Score, MCS): Nierendiäten sollen die Niere entlasten, ohne das Tier „auszuhungern“.
Chronische Niereninsuffizienz und Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Herz-Kreislauf-System. CKD und Bluthochdruck verstärken einander. Mithilfe der sogenannten RAAS-Blockade (medikamentöse Hemmung des Renin–Angiotensin–Aldosteron-Systems, z. B. durch ACE-HemmerACE-Hemmer sind Medikamente, die das Angiotensin-Converting-Enzym hemmen und so den Blutdruck senken. Sie haben auch einen schützenden Effekt auf die Nieren. Sie werden bei Hunden und Katzen zur Behandlung von Herzerkrankungen, Bluthochdruck und bei bestimmten Nierenerkrankungen eingesetzt. oder Angiotensinrezeptor-Blocker wie Telmisartan) lassen sich Blutdruck und Proteinverlust im Urin besser kontrollieren und sowohl Niere als auch Herz schützen.
Im ausführlichen Ratgeber-Artikel im Menüpunkt „Wissen“ erklären wir, was diese Entwicklungen in der Praxis bedeuten, welche Untersuchungen bei älteren Hunden und Katzen sinnvoll sind und wie eine moderne CKD-Therapie Schritt für Schritt aussieht.
Hier zum Ratgeber-Artikel: https://petsvetcheck.de/ratgeber/die-chronische-nierenerkrankung-ckd-gleichermassen-von-bedeutung-fuer-katze-und-hund/