Impfaspekte bei Senior-Hunden und Senior-Katzen

Tierart
Hund, Katze
Themenbereich
Allgemeine Inhalte, Infektionskrankheiten

Inhalt

„Mein Hund oder meine Katze ist schon alt und wurde früher geimpft – jetzt ist das nicht mehr so wichtig“. Das stimmt so nicht!

Impfungen schützen nicht nur gezielt vor bestimmten Krankheitserregern. Es gibt noch einen zweiten Aspekt. Auch das Immunsystem altert und wird insgesamt weniger leistungsfähig. Impfungen können das Immunsystem ganz allgemein aktivieren, damit es schneller und wirksamer reagieren kann. Natürlich verhindern Impfungen nicht die Alterung des Immunsystems oder kehren diese um, wirken aber vermutlich auch bei Hunden und Katzen dieser nachlassenden Leistungsfähigkeit entgegen. In der Humanmedizin wurde dieser zusätzliche Aspekt von Impfungen schon gut belegt. In der Tiermedizin fehlen dazu noch gezielte Untersuchungen.

Diese zusätzliche Stimulation der Körperabwehr beruht auf sogenannte Adjuvantien, die in der Impfdosis enthalten sind und die Immunantwort auf den Impfstoff verstärken. Auch bestimmte modifizierte Lebendimpfstoffe und rekombinante Impfstoffe können das Immunsystem wirksam stimulieren, obwohl sie keine klassischen Adjuvantien enthalten.

Das bedeutet nicht, dass ältere Hunde und Katzen grundsätzlich häufiger geimpft werden sollten. Die Impfentscheidung muss immer individuell getroffen werden. Dabei spielen vor allem der allgemeine Gesundheitszustand, das Infektionsrisiko, bestehende Grunderkrankungen, mögliche immunsuppressive Medikamente und der verwendete Impfstofftyp eine Rolle.

Fazit:
Nicht zu viel impfen – aber auch nicht aus Altersgründen auf sinnvolle Impfungen verzichten.

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