Grannen in der Hundepfote Wie man sie erkennen und finden kann

Tierart
Hund
Themenbereich
Haut, Haare und Nägel

Inhalt

Grannen beim Hund – Kurz zusammengefasst

Grannen können sich beim Spaziergang zwischen den Zehen festsetzen, in die Haut eindringen und anschließend tief ins Gewebe eindringen. Die sichtbare Entzündung hängt deshalb nicht immer von der aktuellen Position des Fremdkörpers ab.
Typische Hinweise sind plötzliches Pfotenlecken, Lahmheit, Schwellung, Schmerzen, ein interdigitaler Abszess oder eine wiederkehrende Fistel. Bei Verdacht sollte die Pfote tierärztlich untersucht werden. Hochauflösender Ultraschall eignet sich besonders gut, um pflanzliche Fremdkörper und deren Umgebung darzustellen. Antibiotika allein entfernen die Granne nicht.

Wie gelangt die Granne in die Hundepfote?

Grannen können sich beim Spaziergang zwischen den Zehen festsetzen und mit ihrer Spitze in die Haut eindringen. Durch ihre Form und die nach hinten gerichteten Widerhaken können sie anschließend immer tiefer ins Gewebe eindringen.
Das Tückische daran: Die Granne kann sich später an einer ganz anderen Stelle befinden als dort, wo sie ursprünglich eingedrungen ist.

Woran erkennen Sie eine eingedrungene Granne?

Anfangs fällt häufig nur auf, dass der Hund plötzlich intensiv an einer Pfote leckt oder zeitweise lahmt.
Später können folgende Anzeichen auftreten:
● Rötung und Schwellung zwischen den Zehen
● Schmerzen beim Berühren der Pfote
● Lahmheit
● kleiner Abszess zwischen den Zehen oder auf der Oberseite der Pfote
● eitrige oder blutig-eitrige Flüssigkeit
● kleine nässende Öffnung oder Fistel
● wiederkehrende Entzündung an derselben Stelle
Besonders verdächtig ist ein plötzlich auftretender, einseitiger interdigitaler Abszess während oder nach der Grannensaison.

Warum wird die Granne häufig nicht gefunden?

Eine Granne besitzt eine Spitze und nach hinten gerichtete Widerhaken. Bewegungen der Pfote können sie deshalb weiter durch das Gewebe treiben.
Die ursprüngliche Eintrittsstelle kann inzwischen wieder geschlossen sein. Ein später sichtbarer Abszess oder eine Fistel zeigt außerdem nicht zwangsläufig, wo sich die Granne aktuell befindet.

Sie kann bereits weiter in Richtung des Mittelfußes oder in tiefere Gewebeschichten vorgedrungen sein.
Die sichtbare Entzündung zeigt deshalb nicht unbedingt die aktuelle Position der Granne.

Was sollten Sie als Tierhalter tun?

Kontrollieren Sie nach Spaziergängen durch trockenes, hohes Gras besonders die Pfoten und die Zwischenzehenräume Ihres Hundes.
Eine oberflächlich im Fell oder unmittelbar in der Haut sitzende Granne lässt sich häufig noch vorsichtig entfernen.
Bei folgenden Anzeichen sollte die Pfote tierärztlich untersucht werden:
● Schwellung
● Schmerzen
● Lahmheit
● Abszess
● nässende Öffnung oder Fistel
● wiederkehrende Entzündung derselben Stelle

Suchen Sie nicht blind mit Pinzette oder Sonde in einer Fistel nach der Granne. Der Fremdkörper kann inzwischen weit von der sichtbaren Öffnung entfernt liegen. Durch ungezielte Manipulation können außerdem Gewebe verletzt und Entzündungen verschlimmert werden.

Warum reichen Antibiotika häufig nicht aus?

Antibiotika können eine durch die Granne verursachte bakterielle Entzündung behandeln. Die Granne selbst wird dadurch jedoch nicht entfernt.

Bleibt der Fremdkörper im Gewebe, können Schwellung, Abszess oder Fistel nach zunächst erfolgreicher Behandlung erneut auftreten.
Eine immer wiederkehrende Entzündung derselben Pfote sollte deshalb Anlass sein, gezielt nach einem Fremdkörper zu suchen.